KMU im produzierenden Sektor („manufacturing Small and Mid-size Enterprises“, mSMEs) stehen an einem Wendepunkt. Während viele mSMEs noch mit Industrie 4.0 kämpfen, die auf Automatisierung und datengetriebene Technologien fokussiert ist, zeichnet sich Industrie 5.0 bereits ab. Dieses neue Paradigma integriert Industrie 4.0, Menschzentrierung, Nachhaltigkeit und Resilienz. Für KMU ist dieser Übergang besonders herausfordernd: Begrenzte Ressourcen und fehlende Expertise erschweren die Integration fortgeschrittener Datenlösungen und von Nachhaltigkeitsaspekten. Der menschorientierte Ansatz von Industrie 5.0 eröffnet für KMU jedoch Chancen für eine bessere Anpassung.
Nachhaltigkeitsdaten sind ein zentrales und dringliches Thema des Übergangs zu Industrie 5.0. Die Fähigkeit und Flexibilität, die richtigen (Formate von) Nachhaltigkeitsdaten bereitzustellen, ist eine große Herausforderung. Für mSMEs mit grenzüberschreitenden Geschäftsaktivitäten ist dies aufgrund der (sich ständig ändernden) regulatorischen Unterschiede pro Region noch komplexer. Ohne die Flexibilität, die durch eine strukturelle Industrie‑5.0‑Transformation entsteht, sieht sich das mSME entweder mit einem Verlust im grenzüberschreitenden Geschäft oder mit stetig steigenden Kosten zur Einhaltung vielfältiger Compliance-Anforderungen konfrontiert.
Das übergeordnete Ziel von REAL ist es, gemeinsam mit mSMEs in der Maas-Rhein (MR)-Region den ersten Schritt in Richtung Industrie 5.0 zu gehen. Industrie 5.0 ist inhärent interdisziplinär. Für eine erfolgreiche Einführung in der MR-Region ist es entscheidend, die Wissens- und Innovationssilos, die derzeit über die Grenzen hinweg bestehen, zu überwinden. Im Konsortium bündeln Wissenspartner interdisziplinäre, führende Expertise während Ökosystempartner mSMEs mobilisieren, Einblicke aus der Praxis liefern und Innovationssilos identifizieren und aktivieren.
REAL wird Industrie‑5.0‑Technologien integrieren und in praxisnahe Lösungen übersetzen, mit denen mSMEs arbeiten können. Diese Lösungen werden zu REAL TOOLKITS gebündelt, die mSMEs einen einfachen Zugang ermöglichen. mSMEs benötigen zudem Orientierung für strategische und praktische Entscheidungen, da ein mSME nicht alles auf einmal verändern kann. Dies wird durch den REAL COMPASS unterstützt.
Als Grenzregion stellt der Übergang zu Industrie 5.0 für die MR-Industrie eine noch größere Herausforderung dar: Grenzüberschreitende Innovations- und Wissenssilos müssen miteinander verknüpft werden, und eine flexible Bereitstellung vielfältiger Nachhaltigkeitsdaten ist erforderlich, um das grenzüberschreitende Geschäft aufrechtzuerhalten. mSMEs in der MR-Region benötigen den Vorsprung, den das REAL-Projekt bieten kann, um in naher Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.
Projekttitel
REALe Lösungen für die Industrie 5.0-Transformation von produzierenden KMU in der Maas-Rhein-Region (REAL)
Laufzeit: 01.04.2026-31.03.2029
Projekt-/Verbundpartner
- Hogeschool PXL (BE)
- VOKA – Kamer van Koophandel Limburg (BE)
- Zuyd hogeschool (NL)
- Université de Liège (BE)
- WFG Ostbelgien VoG (BE)
- Mine ReWIR e.V. (DE)
- Fachhochschule (FH) Aachen, Institut für angewandte Automation undMechatronik (DE)
- Wallonie Entreprendre Accompagnement et Strategie (BE)
- Open Universiteit (NL)
- TFI – Institut für Boden- und Raumsysteme an der RWTH Aachen e.V. (DE)
Projektlogo

Förderer bzw. Auftraggeber
REAL im Rahmen des Interreg-Maas-Rhein-Programms (NL-BE-DE) durchgeführt und mit 2.723.004,12 € von der Europäischen Union sowie mit 282.324,84 € aus BE-Wallonien, mit 201.630,80 € aus DE-Land NRW und mit 120.978,15 € aus NL-Ministerie van Economische Zaken kofinanziert.
