Projekt Beschreibung

Ziel des Projekts war es, modellhaft zu erproben, wie auch Menschen mit hohem Assistenzbedarf, die in Tagesförderstätten beschäftigt sind, ihr Anspruch auf berufliche Bildung erfüllt werden kann. Dazu wurde zusammen mit dem Landessozialamt Niedersachsen, der Regionaldirektion der Agentur für Arbeit und interessierten Tagesförderstätten (Tafö) und Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) ein Modelleingangsverfahren mit drei Phasen entwickelt, um die recht hohe Barriere zwischen Tafös und WfbM zu beseitigen und geeignete Rahmenbedingungen für die Teilhabe an beruflicher Bildung im Berufsbildungsbereich einer WfbM zu schaffen.

Das ITA wurde mit der begleitenden wissenschaftlichen Evaluation der für die Projektumsetzung definierten Rahmenbedingungen sowie der erzielten Wirkungen und Ergebnisse des Modellprojektes beauftragt. Das ITA verfolgte einen formativen Evaluationsansatz, um die beteiligten Akteure durch geeignete und wissenschaftlich fundierte Datenerhebungen und Vorgehensweisen dabei zu unterstützen, besser zu verstehen, warum (oder warum nicht) etwas funktioniert.

Im Rahmen der Umsetzung wurden drei Projektgremien gebildet:

  • Steuerungsgruppe: Diese Gruppe, in der Entscheider*innen der im jeweiligen Durchgang teilnehmenden Einrichtungen vertreten waren, steuerte den konkreten Verlauf des Modellprojektes. Das ITA unterstützte die Steuerungsgruppe mit denjenigen Daten und Informationen, die für ein rechtzeitiges Nachsteuern in Richtung einer verbesserten Zielerreichung notwendig und hilfreich waren.
  • Umsetzungsgruppe: In dieser Gruppe traf sich das in der Umsetzung involvierte Fachpersonal aus Tafös und WfbM. Das ITA koordinierte diese Treffen und unterstützte den Austausch der Fachkräfte untereinander, um eine gegenseitige kollegiale Unterstützung zu fördern und Synergieeffekte einer parallelen Teilnahme am Modellprojekt nutzbar zu machen. Die Erkenntnisse aus den regelmäßigen Interviews mit dem Fachpersonal und den am Modellprojekt teilnehmenden Beschäftigten wurden in Handlungsempfehlungen zur Umsetzung des Übergangs aus der Tafö in das Eingangsverfahren einer WfbM überführt und projektbegleitend weiter gepflegt. Zum Projektende liegen diese Empfehlungen in der fünften Fassung vor ( Download der Handlungsempfehlungen , Version 5; Stand: April 2021; PDF).
  • Unterstützergruppe: Diese Gruppe schließlich setzt sich aus der Leitungsebene der teilnehmenden Einrichtungen sowie Vertreter*innen des Landessozialamtes, der Regionaldirektion der Agentur für Arbeit und der LAG A B T zusammen. Der Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung durch das ITA wendet sich primär an diese Gruppe, da darin sowohl Hinweise auf ggf. erforderliche Veränderungen in der Organisation oder Umsetzung auf Organisationsebene (Tafö und WfbM) gegeben als auch Aspekte der Passung oder Nichtpassung der für das Modellprojekt zum Projektstart vereinbarten Rahmenbedingungen zur Diskussion gestellt werden. ( Download des Abschlussberichts der wissenschaftlichen Begleitung; PDF)

Das Modellprojekt wurde rechtzeitig vor Ablauf der ursprünglich auf zwei Jahren beschränkten Laufzeit verlängert und läuft nun bis 2024. Informationen zum Projekt finden sich auf der Webseite der LAG A B T, siehe: https://www.lag-abt-niedersachsen.de

Projekttitel

Modellprojekt zur Erleichterung von Übergängen aus Tagesförderstätten (Tafö) in das Eingangsverfahren (EV) einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) 

Laufzeit: 01.08.2018 bis 31.05.2021

Projektpartner

  • Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen e.V. (Antragsteller)
  • Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit | Bildung | Teilhabe Niedersachsen
  • Lebenshilfe Hannover
  • DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen gGmbH
  • GiB Hannover
  • Hannoversche Werkstätten gem. GmbH
  • Caritas-Werkstätten Hannover
  • Pestalozzi-Stiftung Hannover
  • Lebenshilfe Seelze e.V.
  • Paritätische Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland Stadthagen
  • Diakonie Himmelsthür Hildesheim

Förderung

Aktion Mensch Förderlogo
LAG WfbM Niedersachsen Logo

Ansprechpartner

Dr. Harald Weber

Dr. Harald Weber

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