Kurz­be­schrei­bung

Schon seit lan­gem begeg­nen WfbM mit ver­schie­dens­ten inklu­si­ons­för­dern­den Kon­zep­ten dem Risi­ko, dass durch bzw. in Werk­stät­ten für behin­der­te Men­schen (WfbM) neue Sozi­al­räu­me ent­ste­hen, die nicht aus­rei­chend in kom­mu­na­le oder regio­na­le Sozi­al­räu­me inte­griert sind. Ent­spre­chend fin­den sich insb. Dezen­tra­li­sie­rungs­an­sät­ze unter die­sen Kon­zep­ten, die über Außen­ar­beits­grup­pen, betriebs­in­te­grier­te Arbeits­grup­pen oder aus­ge­la­ger­te Ein­zel­ar­beits­plät­ze rea­li­siert wer­den. Der Anteil dezen­tra­li­sier­ter Arbeits­plät­ze bun­des­weit ent­wi­ckelt sich jedoch nur lang­sam nach oben. Grund­sätz­lich zeigt sich in Sta­tis­ti­ken, dass Über­gän­ge aus einer WfbM auf den all­ge­mei­nen Arbeits­markt signi­fi­kant häu­fi­ger aus aus­ge­la­ger­ten (Einzel-)Arbeitsplätzen statt­fin­den als aus jeder ande­ren Kon­stel­la­ti­on, daher ist die Schaf­fung sol­cher Über­gangs­för­der­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen essen­zi­ell.

Mit dem Pro­jekt in.arbeit-digital wird eine kon­se­quen­te Dezen­tra­li­sie­rung in Anleh­nung an den Ansatz des sog. Bam­ber­ger Modells zum Ziel gesetzt.  Mit­tel­fris­tig soll­len 15% der Beschäf­tig­ten von in.betrieb auf gemein­de­na­hen betriebs­in­te­grier­ten (Einzel-)Arbeitsplätzen beschäf­tigt wer­den. Sicht­bar gewor­de­ne sys­tem­be­ding­te Gren­ze der Dezen­tra­li­sie­rung, die sich an bun­des­weit auf nied­ri­gem Niveau ein­ge­pe­gel­ten Dezen­tra­li­sie­rungs­gra­den zei­gen, sol­len mit Hil­fe der Digi­ta­li­sie­rung gemin­dert oder besei­tigt wer­den. Die Digi­ta­li­sie­rung soll dabei nicht nur punk­tu­ell ein­ge­setzt wer­den, son­dern sys­te­misch als Gestal­tungs­ele­ment mit­ge­dacht und dort ein­ge­setzt wer­den, wo sie Stär­ken gegen­über ande­ren Umset­zungs­op­tio­nen auf­wei­sen oder Effi­zi­enz­po­ten­zia­le nut­zen kann. Ziel­grup­pen der Digi­ta­li­sie­rung sind dabei also Beschäf­tig­te, Fach­per­so­nal und (poten­zi­el­le) Arbeitgeber*innen, aber auch Ange­hö­ri­ge, Kolleg*innen oder Anbieter*innen von Trai­nings- oder Qua­li­fi­zie­rungs­an­ge­bo­ten.

Ent­spre­chend fokus­siert das Pro­jekt auf eine Aus­ge­stal­tung der Digi­ta­li­sie­rung der­art, dass eine WfbM einen höhe­ren Dezen­tra­li­sie­rungs­grad bei gleich­zei­ti­gem Erhalt der Wirt­schaft­lich­keit errei­chen kann und damit neue / zusätz­li­che Teil­ha­be­mög­lich­kei­ten für Beschäf­tig­te mit Behin­de­run­gen im Sozi­al­raum sowie eine qua­li­ta­tiv höher­wer­ti­ge beruf­li­che Teil­ha­be geschaf­fen wer­den kön­nen.

Pro­jekt­ti­tel

Ver­bes­se­rung der beruf­li­chen Teil­ha­be­mög­lich­kei­ten von Men­schen mit Behin­de­rung durch digi­tal unter­stütz­te Dezen­tra­li­sie­rung in WfbM: in.arbeit — digi­tal

Lauf­zeit: 01.01.2022- 31.12.2024

Pro­jekt­part­ner

  • Insti­tut für Tech­no­lo­gie und Arbeit (Koor­di­na­tor)
  • in.betrieb gGmbH. Gesell­schaft für Teil­ha­be und Inte­gra­ti­on – Mainz

För­de­rung

Lan­des­amt für Sozia­les, Jugend und Ver­sor­gung Rhein­land-Pfalz aus Mit­teln der Aus­gleichs­ab­ga­be

Logo des Landesamtes für Siziales, Jugend und Versorgung

Ansprech­part­ner

Dr. Harald Weber