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Wissensbasierte Systeme in der Qualitätssicherung, Teilprojekt: Grundlagen sozio-technologischer Systemgestaltung

Laufzeit:

01.09.1992 - 31.08.1995

Ansprechpartner:
  • Kein Mitarbeiter hinterlegt
Kurzbeschreibung des Projektes:

Dieses Forschungsprojekt hatte das Ziel, durch die Berücksichtigung von Grundsätzen sozio-technologischer Systemgestaltung einen effizienten Einsatz wissensbasierter Systeme in der Qualitätssicherung zu gewährleisten. Innerhalb des Forschungsverbundes besaß das Teilprojekt eine Querschnittsfunktion: Es wurden "arbeitswissenschaftliche Dienstleistungen" für die Projekt-partner erbracht, Grundlagenforschung im Bereich der sozio-technologischen Systemgestaltung betrieben und aktiv mit den Partnern bei der Entwicklung wissensbasierter Systeme kooperiert.

In der ersten Projektphase wurden arbeitswissenschaftliche Gestaltungshinweise erarbeitet, die Hilfestellungen zur Gestaltung rechnerunterstützter Arbeitssysteme mit integrierten wissensbasierten Systemen gaben. Aufgrund der Forderungen des sozio-technologischen Ansatzes wurden hierbei technische (z. B. Gestaltung der Erklärungskomponente oder der Benutzungsschnittstellen), personelle (z. B. Qualifizierungsaspekte und differenzierte Betrachtung der betroffenen Zielgruppen) und organisatorische Aspekte (z. B. Aufgabengestaltung und Partizipationsmodelle) gleichgewichtig betrachtet und entsprechende Hinweise erarbeitet.

In der zweite Projektphase wurde ein Arbeitsanalyseinstrumentarium entwickelt, mit dessen Hilfe sich rechnerunterstützte Arbeitssysteme in der notwendigen inhaltlichen Breite evaluieren lassen. Die Verfahrensentwicklung hatte dabei nicht das Ziel, ein ganzheitliches Evaluationsinstrumentarium von Grund auf neu zu entwickeln. Ziel war es vielmehr, ausgewählte Verfahren so zu modifizieren und modular miteinander zu kombinieren, dass einerseits die Validität gewahrt bleibt und andererseits alle relevanten Elemente eines Arbeitssystems berücksichtigt werden. Die Erprobung des entwickelten Verfahrens hat gezeigt, dass es nicht nur zur Bewertung bestehender Arbeitssysteme geeignet ist, sondern vielmehr schon bei der Planung rechnerunterstützter Arbeitssysteme einsetzbar ist und dort die Entwurfsarbeiten sinnvoll unterstützen kann.

In der dritten Projektphase wurde ein differenziertes, zielgruppenspezifisches Qualifizierungskonzept entwickelt, das die frühzeitige Einbeziehung der Betroffenen in den Prozess der Entwicklung und Einführung wissensbasierter Systeme ermöglicht. Das hierzu entwickelte, prozessorientierte Qualifizierungsmodell zeigt auf, wann welche Qualifizierungsmaßnahmen für welche Zielgruppen durchzuführen sind. In diesem Zusammenhang wurde insbesondere auch ein neuer, aufgabenorientierter Ansatz für Benutzerschulungen entwickelt und praktisch erprobt.