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Verbesserung der beruflichen Integrationschancen durch systematische Qualifizierung in WfbM (CAPADAPT)

Laufzeit:

01.01.1998 - 30.06.2000

Ansprechpartner:
Kurzbeschreibung des Projektes:

Im Zeitraum 1998 - 2000 wurden am ITA zwei aufeinander aufbauende Forschungsprojekte zum Thema "Berufliche Qualifizierung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)" durchgeführt. Die Grundlage bildete das europäische Projekt CAPADAPT (01/98 - 12/99), in dessen Rahmen gemeinsam mit drei rheinland-pfälzischen WfbM exemplarisch Analyse-, Schulungs- und Trainingskonzepte in den beiden Arbeitsfeldern EDV-Dienstleistungen und Handwerk erarbeitet und umgesetzt wurden.

Auf den Ergebnissen von CAPADAPT baute das Projekt "Verbesserung der beruflichen Integrationschancen von behinderten WfbM-Beschäftigten durch systematische Qualifizierung" auf (01/2000 - 06/2000). Dieses Projekt zielte stärker auf die Integration auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ab und wurde unter Beteiligung von 10 rheinland-pfälzischen Werkstätten durchgeführt.

Im Rahmen dieser Projekte wurde das Verfahren CAPADAPT-MELBA entwickelt, das auf dem MELBA-Verfahren basiert, welches in deutschen WfbM relativ stark verbreitet ist. MELBA gilt primär als Instrument, mit dessen Hilfe Förderbedarfe analysiert und Förderentwicklungen dokumentiert werden können. Bemängelt wird hingegen oft die unzureichende Verzahnung mit der Planung und Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen. In CAPADAPT wurde das MELBA-Verfahren derart erweitert und operationalisiert, dass dieses nicht mehr allein für Arbeitsanalysen bzw. zur Zuordnung (zu Arbeitsplätzen bzw. -tätigkeiten) verwandt werden kann, sondern während des gesamten Förderprozesses. Dies wird dadurch erreicht, dass die Analysedaten weitergehender als in MELBA ausgewertet und zusätzlich in die Förderung integriert werden.

Unterstützt wird dies durch ein in den Projekten entwickeltes und erprobtes Computerprogramm, mit dessen Hilfe erhobene Analysedaten erfasst, ausgewertet, interpretiert und langfristig dokumentiert werden. Das Programm lässt dabei zahlreiche WfbM-spezifische Anpassungen zu, bspw. bzgl. der Analysekriterien oder -methoden. Darüber hinaus wurden Schulungspläne und Dokumentationshilfen für die Bereiche Handwerk, Industrielle Produktion, Montage/Verpackung, EDV-Dienstleistungen sowie Verwaltung erarbeitet und erprobt.

Forschungsbericht:
Zink, K. J.; Leidermann, F.: Verbesserung der beruflichen Integrationschancen von behinderten WfB-Beschäftigten durch systematische Qualifizierung, Kaiserslautern: Institut für Technologie und Arbeit, 2000.