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USEKIT Ein integrierter Ansatz zur nutzerzentrierten Software-Entwicklung für unternehmenskritische Anwendungen

Laufzeit:

01.01.2004 - 31.12.2006

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Kurzbeschreibung des Projektes:

Das Forschungsprojekt USEKIT hat die Zielsetzung, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) Methoden für eine nutzerzentrierte Softwareentwicklung zu erforschen, die auf folgende Weise Wettbewerbsvorteile für KMU schaffen:

  • Der Entstehungsprozess von Software in KMU wird in seiner Effizienz wegen der Nutzerzentrierung gesteigert (Senkung der Herstellkosten).
  • Die in KMU entwickelte Software zeichnet sich durch hohe Nutzerakzeptanz aus.
  • Die Software unterstützt einen effizienten Arbeitsablauf und führt damit zu Wettbewerbsvorteilen beim Kunden und einem schnellstmöglichen Return on Investment (ROI).

Dies wurde im Rahmen des Forschungsprojektes dadurch erreicht, dass Methoden des Usability Engineering (UE) und Software Engineering (SE) verzahnt und entsprechend der KMU-Ressourcen und Anforderungen adaptiert wurden.

Usability gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Ein Trend, der in Amerika, bedingt durch die stärker konsumgüter-orientierte Branchenausrichtung schon lange erkannt ist. Produktivität wird nicht nur durch die software-technische Qualität, sondern vor allem durch die Nutzungs-Qualität beeinflusst.
Großunternehmen haben diesen Trend erkannt und beschäftigen zu diesem Zweck Usability-Experten, deren Aktivitäten parallel bzw. überlappend zur Software-Entwicklung und weitgehend unabhängig von dieser stattfinden. Da die Schnittstellen zwischen UE und SE allerdings nur unzureichend verstanden sind, gibt es kein standardisiertes Modell, das eine Verknüpfung beider Disziplinen beschreibt. Unternehmen müssen diese Verbindung immer wieder neu erarbeiten, potenzielle Synergieeffekte bleiben häufig ungenutzt.
Ziel des Forschungsauftrages war es, diese Schnittstellen zu identifizieren und zu definieren und schließlich einen integrierten Ansatz zu eruieren, der es ermöglicht, mit den Ressourcen von KMU Produkte zu entwickeln, die den Wettbewerbsvorteil "Usability" ausnutzen können.

In USEKIT wird dem Bedarf kleiner und mittelständischer Unternehmen nach einfach anzuwendenden Methodensammlungen zur Verbesserung der Effizienz der Softwareentwicklung (SE) und Akzeptanz der entstehenden Lösungen (UE) Rechnung getragen. USEKIT erarbeitete auf Grundlage der zuvor ermittelten Forschungsergebnisse einen Baukasten aus Methoden, die flexibel anwendbar sind und verschiedenen Bedürfnissen und Randbedingungen softwareentwickelnder Unternehmen entsprechen. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Verzahnung von Software- Engineeringprozessen und Usability Engineeringmethoden.

Dieses Projekt wurde in Kooperation mit dem

  • Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering, Kaiserslautern, der
  • Daimler-Chrysler AG - Forschung und Technologie, Ulm,
  • Psipenta Software Systems, Berlin,

durchgeführt und durch das BMBF im Rahmen der Forschungsoffensive "Software Engineering 2006" IT2006 gefördert.