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Modellprojekt AIM - Arbeitsweltbezogene Integrationsmodelle

Laufzeit:

01.04.2002 - 31.03.2005

Ansprechpartner:
Kurzbeschreibung des Projektes:

Selbstbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit Behinderungen schließt insbesondere die Teilhabe am Arbeitsleben entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessen ein. Eine wichtige Aufgabe bestand daher in ihrer beruflichen Integration. Die Förderung des Übergangs geeigneter Menschen mit Behinderungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ist durch das SGB IX zu einem gesetzlichen Auftrag geworden.

Diesem Auftrag sehen sich auch die Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) gegenüber. Sie müssen einerseits die Bedürfnisse nach sozialer Sicherheit ihrer behinderten Klienten erfüllen, andererseits aber zunehmend den Wunsch vieler Mitarbeiter nach einem "normalen" Arbeitsverhältnis außerhalb des geschützten Bereichs der WfbM berücksichtigen.

Motivation, Eignung und entsprechende Bedürfnislage der Mitarbeiter waren natürlich Voraussetzung für eine Arbeit außerhalb der WfbM. Hieraus folgte, dass nur für einen Teil der Mitarbeiter der WfbM externe Arbeitsmöglichkeiten gefunden werden konnten. Eine Begrenzung der Integrationsmöglichkeiten lag außerdem in der stark limitierten Aufnahmefähigkeit des allgemeinen Arbeitsmarktes. Insbesondere für Menschen mit Behinderungen waren die Vermittlungschancen äußerst begrenzt.

An dieser Stelle setzte AIM an. Ziel des ITA als der wissenschaftlichen Begleitung war es, Bedingungen zu ermitteln und für drei Modellwerkstätten innovative Lösungswege aufzuzeigen, unter denen eine berufliche Integration außerhalb der WfbM gelingen kann. Ein solcher Lösungsweg sollte schließlich generalisierbar und in allen WfbM anwendbar sein.

AIM berücksichtigte verschiedene Formen und Stufen beruflicher Integrationsmöglichkeiten. Im Idealfall gelang die Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Daneben existierten mit der Möglichkeit, Praktika durchzuführen oder Außenarbeitsplätze in Unternehmen mit WfbM-Mitarbeitern zu besetzen, weitere Aktivitäten für Arbeitsmöglichkeiten "draußen". Als Integrationsaktivitäten waren außerdem berufliche Orientierungs- und gezielte Qualifizierungsmaßnahmen sowie die Besetzung von Arbeitsplätzen innerhalb der WfbM zu sehen, die teilweise den Bedingungen am allgemeinen Arbeitsmarkt angeglichen wurden.
All diese Aktivitäten sollten dazu beitragen, für die Teilnehmer eine berufliche Integration auf verschiedenen Stufen zu ermöglichen und Vermittlungsfähigkeit zu schaffen, auch wenn eine echte Vermittlung aus verschiedenen Gründen nicht immer erfolgen konnte.

Projektleitung, die Integrationsassistenten der Modellwerkstätten und das ITA kooperierten im Projekt.
Das ITA unterstützte durch die Arbeit der wissenschaftlichen Informationsversorgung die Projektleitung und den Steuerungskreis des Projektes.

Forschungsbericht:
Schrader, C.; Weber, H.; Zink, K. J.: Konzept zur Realisierung individuell erreichbarer Stufen beruflicher Teilhabe im Projekt Arbeitsweltbezogene Integrationsmodelle (AIM) - Ein modulares Baukastensystem, Kaiserslautern: Technische Universität, 2005.

Zusätzliche Links zu diesem Projekt:

Web-Seite des Projektes bei der gpe in Mainz

Der modulare Maßnahmenkatalog des ITA