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LEO - Towards the Learning Organisation in Europe

Laufzeit:

01.07.1996 - 30.06.1999

Ansprechpartner:
  • Kein Mitarbeiter hinterlegt
Kurzbeschreibung des Projektes:

Das Konzept der "Lernenden Organisation" soll die Wettbewerbsfähigkeit von Organisationen durch individuelle und organisationale Lernprozesse steigern. Das Ziel dieses Projektes bestand in der Realisierung von "Lernenden Organisationen" in Europa und der Einrichtung eines europaweiten Netzwerks zu ihrer Unterstützung. Dazu sollten Methoden und Instrumente entwickelt, pilothaft angewendet und verbreitet werden, die es ermöglichen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen flächendeckend zu "Lernenden Organisationen" zu entwickeln. Im Projektnetzwerk waren Partner aus Portugal, Dänemark, Wales und Griechenland vertreten, um einen europaweiten Erfahrungsaustausch sicherzustellen.

Den Ausgangspunkt des Forschungsprojektes bildete eine Literaturanalyse zum Thema "Lernende Organisation". Dabei wurden vorhandene Ansätze in Bezug auf ihre praktische Relevanz und Eignung für die beteiligten Pilotorganisationen bewertet. Als geeignete Basis für die Entwicklung eines Konzeptes einer "Lernenden Organisation" wurde die Organisationsentwicklung identifiziert. Eine zielgerichtete und strukturierte Organisationsentwicklung setzt aber immer ein leistungsfähiges Bewertungswerkzeug voraus. Hier hat sich das EFQM-Modell für Business Excellence bewährt. Das Forschungsvorhaben zielte deshalb auf die Implementierung von Selbstbewertungszyklen auf Basis des EFQM-Modells ab, um Lernprozesse anzustoßen. Bei der praktischen Umsetzung kooperierte das Institut für Technologie und Arbeit (ITA) mit verschiedenen Partnern in der Region Westpfalz. Die erste Umsetzungsphase des Projektes diente der Qualifizierung der Pilotpartner für den Prozess einer regelmäßigen Selbstbewertung. Hierzu durchlief zunächst ein Vertreter jeder Organisation ein sog. Assessorentraining auf Basis des EFQM-Modells. Er übte im weiteren Projektverlauf die Rolle eines organisationsinternen Moderators aus. Alle übrigen Mitwirkenden - etwa zehn bis fünfzehn Mitarbeiter jedes Pilotpartners - nahmen an einer zweitägigen internen Schulung teil, die jeweils auf die individuellen Bedürfnisse der teilnehmenden Organisation zugeschnitten war (In-House-Training).

Das erste Assessment in den Partnerorganisationen erfolgte unter Anleitung des ITA. Als Ergebnis des Prozesses entstand ein detailliertes Profil der Stärken und Verbesserungsbereiche, die zur Ableitung konkreter Maßnahmen führten. Anfang 1999 führten die Pilotorganisationen in Eigenverantwortung ein erneutes Self-Assessment durch. Hier wurden gegenüber der Erstbewertung erzielte Erfolge sichtbar. Gleichzeitig diente dieses sog. Re-Assessment als Ausgangspunkt für die erneute Ableitung von Veränderungsmaßnahmen und löste damit einen zweiten Lernzyklus aus.

Das Forschungsprojekt hat die beteiligten Organisationen zur selbständigen Fortführung des Prozesses befähigt. Sie erwarben die Fähigkeit, Entwicklungsprozesse aus eigener Kraft heraus zu initiieren und entwickelten sich damit in Richtung einer "Lernenden Organisation".