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Integrierte Managementsysteme für den Dienstleistungsbereich

Laufzeit:

01.02.2000 - 30.06.2003

Ansprechpartner:
  • Kein Mitarbeiter hinterlegt
Kurzbeschreibung des Projektes:

Integrierte Managementsysteme (IMS) bieten einen Ansatz zur Zusammenführung themenspezifischer Managementsysteme. Sie verbinden die Vorteile der Einzelansätze und nutzen entsprechende Synergieeffekte. Hinsichtlich der Inhalte und des Aufbaus solcher IMS können Modelle eine wertvolle Hilfestellung leisten. Da im Gegensatz zum Qualitäts- und Umweltmanagement für IMS bislang nur wenige derartige Modelle und Konzepte existieren, lag die Zielsetzung des Projekts darin, ein entsprechendes Modell für ganzheitliche IMS zu entwickeln und in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner zu erproben.

Auf Basis einer umfassenden Auswertung gesetzlicher und normativer Regelwerke wurden die wesentlichen Anforderungen an ein IMS ermittelt und das sog. ITMS-Modell (ITMS = Integration Themenspezifischer Management- Systeme) entwickelt. Es setzt sich aus vier Komponenten zusammen: Die Basis bilden die sog. ITMS-Grundsätze, die im Sinne von Leitideen dem gesamten Modell zugrunde liegen. Sie begründen zum einen die sog. KPLV- Methodik (Kontinuierliche ProblemLösung und Verbesserung), die eine Vorgehensweise zur systematischen Realisierung von Projekten und Maßnahmen beschreibt. Zum anderen finden sie auf der inhaltlichen Ebene ihren Niederschlag in den acht ITMS-Elementen und den zugehörigen Ansatzpunkten. Diese enthalten die eigentlichen Gestaltungsempfehlungen für den Aufbau und die Inhalte von IMS. Schließlich wurde in Anlehnung an die Bewertungssystematik des EFQM- Modells für Excellence ein Instrument zur Bewertung von IMS konzipiert. Diese sog. ITMS- Bewertungsmatrix bildet die vierte Komponente. Das ITMS-Modell ist für alle Branchen und Unternehmensgrößen anwendbar. Derzeit berücksichtigt es die Forderungen der DIN EN ISO 9001:2000, DIN EN ISO 14001:1996 und BSI OHSAS 18001:1999. Ferner wurden zahlreiche Ansatzpunkte des EFQM-Modells und des vom ITA entwickelten Modells für Integratives Betriebliches Gesundheitsmanagement (IBGM-Modell) integriert.

Für die Umsetzung eines IMS nach dem ITMS-Modell wurde ein Konzept auf Basis eines Selbstbewertungsansatzes entwickelt. Gemäß dieses Konzepts wurde in 2001 der Ist-Zustand beim Projektpartner erhoben und in einer IMS-Datensammlung zusammenfassend beschrieben. Diese bildete die Basis für die Ermittlung wesentlicher Stärken und Verbesserungspotenziale. Darauf aufbauend wurden im Rahmen von Arbeitsgruppen unter Einbindung der Mitarbeiter Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt, die u.a. die Identifikation der wesentlichen Stakeholder, die Umsetzung eines Prozessmanagementansatzes und die Erstellung eines IMS-Handbuchs umfassten. Letzteres bildete die Grundlage für die zweite IMS-Selbstbewertung im April/Mai 2002.

Die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen wurden in einem Leitfaden zusammengestellt, der zudem zahlreiche Dokumentationsvorlagen, Schulungsunterlagen und Umsetzungskonzepte bereitstellt. Er wird voraussichtlich im Herbst 2003 erscheinen.