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Behördenwettbewerb des Landes Baden-Württemberg Q2000 und Q2003

Laufzeit:

01.01.1999 - 31.01.2004

Kurzbeschreibung des Projektes:

Das Institut für Technologie und Arbeit hat im Auftrag der Stabsstelle für Verwaltungsreform im Innenministerium Baden-Württemberg und in Kooperation mit dieser ein verfeinertes Kriterienmodell (auf Basis des EFQM-Modells) entwickelt und den Ablauf zur Preisvergabe (Behördenpreis 1997) überarbeitet. Dadurch wurden die Stringenz, die Vergleichbarkeit und die Transparenz der Bewertungen erhöht und gleichzeitig die Rückmeldung an die Bewerber systematisiert. Im Zuge dieser Weiterentwicklung wurde die Zielsetzung des Wettbewerbs u.a. um die folgenden zwei Themen ausgeweitet: Auf die Auszeichnung von Landesverwaltungen, die sich durch besondere Leistungen hervorheben und auf die Sammlung und Verbreitung von Ideen und Ansätzen, die als Orientierungshilfen für andere Verwaltungen dienen können.

Das entwickelte Kriterienmodell dient auf der einen Seite dazu, dass sich die Verwaltungen mit den relevanten Aspekten einer modernen Behördensteuerung auseinandersetzen. Auf der anderen Seite bildet es auch die Grundlage einer einheitlichen nachvollziehbaren Bewertung durch externe Bewertungsteams.
Flankierend wurden in den Jahren 2000 und 2003 Schulungsmaßnahmen für die Bewerter und Bewerber erarbeitetet und durchgeführt. Dabei standen die Information über und die Qualifizierung für den Wettbewerb sowie die Vermittlung von Kenntnissen für die Selbstbewertung im Rahmen des internen Modernisierungsprozesses gleichberechtigt nebeneinander. Darüber hinaus wurden nach Befragung relevanter Interessengruppen verschiedene organisationsübergreifende Arbeitsgruppen installiert, um den Verwaltungen gezielt Hilfestellungen für den Bewerb im Jahr 2003 zu geben. Im September 2001 starteten diese Gruppen zu Themen wie Prozessmanagement, Kundenorientierung und Selbstbewertung. Ziel war es, mit den interessierten Behörden gemeinsam Vorgehensweisen zur Umsetzung aktueller Managementkonzepte zu erarbeiten und sich über beispielhafte Ansätze und Projekte auszutauschen, um auf diese Weise den Modernisierungsprozess voranzutreiben. Diese Gruppen wurden durch das Institut fachlich-inhaltlich betreut und unterstützt.
Neben diesen Arbeitsgruppen wurde auch die Überarbeitung des Bewertungsmodells durch das ITA begleitet. Auch diese Überarbeitung erfolgte auf Grund der Ergebnisse einer umfassenden Befragung der Landesbehörden. Ziel war es dabei, die Anregungen von den teilnehmenden Verwaltungen aufzugreifen, das Modell und das Preisvergabeverfahren zu verbessern sowie eine weitere Annäherung an das EFQM-Modell zu erreichen. Zudem wurde auch der Teilnehmerkreis des Q2003 ausgeweitet. Es durften nun neben Landesverwaltungen auch Kommunalverwaltungen teilnehmen.

Im Zuge der Nachbetrachtung zum Behördenwettbewerb Q2003 erschien 2004 eine umfangreiche Dokumentation, welche die grundlegenden Prinzipien, die Vorgehensweisen und Erfahrungen dieses Preises skizzieren:

Innenministerium Baden-Württemberg (Hrsg.): Qualitätsmanagement in der Verwaltung: Erfahrungsbereiche und Ansätze zur Entwicklung von Qualitätsprozessen, Schriftenreihe der Stabsstelle für Verwaltungsreform, Band 23, erschienen im Eigenverlag, Stuttgart.