Projekt-Detail
Sie sind hier: Forschung & Lehre / Projekte
print

GIZ-Studie „Einflussmechanismen auf Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten“

Laufzeit:

15.10.2015 - 15.01.2016

Ansprechpartner:
Kurzbeschreibung des Projektes:

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hat das ITA mit einer Studie beauftragt, die eine Auseinandersetzung mit Einflussfaktoren, welche die Operationalisierung von Nachhaltigkeitsaspekten in globalen Lieferketten fördern oder hemmen, zum Ziel hat. Ausgehend vom Governance-Konzept werden dabei Akteurskonstellationen und resultierende Governancestrukturen sowie -prozesse betrachtet, die sowohl Formen staatlicher, als auch nicht-staatlicher Einflussnahme und Steuerung umfassen. Das heißt, es werden neben der in diesem Kontext begrenzt relevanten nationalstaatlichen Regulierung vor allem transnationale sowie zivil­gesellschaftliche und privatwirtschaftliche Governanceformen (wie z.B. globale Standardsetzung, Chain Governance in Lieferketten, Stakeholdereinflussnahme, NGO-Initiativen) beleuchtet.

Die bei der Untersuchung forschungsleitenden Fragestellungen sind:

        Welche Förder- und Hemmfaktoren der Operationalisierung von Nachhaltigkeitsaspekten in globalen Lieferketten existieren und wie kommen diese zustande? (Aufbau von Systemwissen)

        Welche Ansatzpunkte lassen sich erkennen, um das seit Jahren vorhandene Zielwissen über Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten umzusetzen? (Aufbau von Transformationswissen)

        Welche branchen- bzw. sektorspezifischen Unterschiede lassen sich diesbezüglich erkennen, welche Ansatzpunkte für den Transfer erfolgreicher Lösungsansätze gibt es?

Die Ergebnisse dieser Analyse dienen schließlich dazu, die zu Beginn der Studie formulierten Arbeitshypothesen weiterzuentwickeln und zu spezifizieren, z.B. wenn neue Formen relevanter Mechanismen bzw. „Stellschrauben“ identifiziert oder kausale Zusammenhänge erkannt werden. Am Ende der Studie steht schließlich eine Übersicht relevanter Einflussmechanismen in Bezug auf (nicht-)nachhaltige Wertschöpfungspraktiken in globalen Lieferketten und deren Entstehungsbedingungen, die den Vertretern des Programms „Sozial- und Umweltstandards“ bzw. ggf. weiteren GIZ-Vertretern vorgestellt werden. Hieraus können einerseits mögliche Implikationen für die Arbeit der GIZ sowie andererseits Anhaltspunkte für sich anschließende vertiefende Studien in ausgewählten Ergebnisfeldern erarbeitet werden.