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KlimaFolgenDialog – Kommunale Kompetenznetzwerke zur Anpassung der Wirtschaft an den Klimawandel

Laufzeit:

01.04.2015 - 31.03.2018

Ansprechpartner:
Weitere an dem Projekt beteiligte Mitarbeiter:
Kurzbeschreibung des Projektes:

Projektleitung: Prof. Dr. Michael von Hauff, Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen TU Kaiserslautern

Kooperationspartner: Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen, Stadt Kaiserslautern, Kreis Cochem-Zell, Kreis Südwestpfalz

Ziel des Projekts ist es, kommunale Wirtschaftsstandorte und die dort ansässigen kommunalen Akteure (Kommune als Gebietskörperschaft, ortsansässige Unternehmen, insbesondere KMU) für die Notwendigkeit einer frühzeitigen Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu sensibilisieren und die gemeinsame Entwicklung von innovativen Lösungsansätzen zu ermöglichen. Denn Klimawandel als „abstraktes globales Phänomen“ beeinflusst im Endeffekt die Zukunftsfähigkeit kommunaler Wirtschaftsstandorte und erfordert daher den Aufbau lokaler Handlungskompetenzen. Im Leuchtturm¬Projekt „Kommunale Kompetenznetzwerke zur Anpassung der Wirtschaft an den Klimawandel“ sollen nachhaltig wirksame Netzwerkstrukturen an drei kommunalen Wirtschaftsstandorten in Rheinland-Pfalz aufgebaut, die dabei erzielten Erkenntnisse und Erfahrungswerte für den Transfer zu anderen kommunalen Standorten aufgearbeitet und in geeigneter Form zur Verfügung gestellt werden. Der Fokus des Projektes liegt dabei explizit auf der Anpassung an die unausweichlichen Folgen des Klimawandels. Allerdings ist in diesem Kontext anzumerken, dass beide Sachverhalte, Klimaschutz und Klimawandelfolgenanpassung eng miteinander verknüpft sind: Werden beispielsweise von Unternehmen energieeffizientere Produktionsverfahren und Produkte als Reaktion auf durch Klimawandelfolgen induzierte Steuerungsparameter des Marktes, der Zivilgesellschaft oder der Politik entwickelt, trägt dies nicht nur zur Anpassung, sondern auch zum aktiven Klimaschutz bei.

 

Zu den Zielstellungen des Projekts zählen im Einzelnen:

-  Befähigung der am Projekt beteiligten kommunalen Akteure und privaten Unternehmen, (insbesondere KMU) zur Bewertung ihrer Exposition sowohl hinsichtlich unmittelbarer Folgen des Klimawandels (regionale Klimaparameter) als auch bezüglich der mittelbaren Folgen des Klimawandels im Sinne politischer und gesellschaftlicher Reaktionen auf den Klimawandel (Steuerungsparameter, z. B. Subventionierung, Regulierung, Nachfrageverschiebungen).

 

-  Aufbau tragfähiger Netzwerkstrukturen zwischen Kommunen und der Privatwirtschaft sowie zwischen Unternehmen eines kommunalen Wirtschaftsstandorts, innerhalb derer gemeinsam Kompetenzen etabliert und Maßnahmen zum Umgang mit Klimawandelfolgen entwickelt wer-den. Hierzu soll mit verschiedenen Formaten ein Dialog zwischen der Kommune (Verwaltung, öffentliche Unternehmen) und privaten Unternehmen in der Kommune initiiert werden, der eine umfassende Beurteilung der Gesamtsituation des kommunalen Wirtschaftsstandorts im Kontext des Klimawandels erlaubt.

 

-  Beitrag zur kooperativen Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur Verbesserung der Anpassungskapazitäten und zur Verminderung der Sensitivität gegenüber den Folgen des Klimawan-dels bei Unternehmen und kommunalen Akteuren (Wirtschaftsförderer, Wirtschaftsreferate etc.). Dabei liegt ein besonderer Fokus des Vorhabens auf der Entwicklung von Kooperations-formen, durch die die beteiligten Akteure in ihrer kollektiven Handlungsfähigkeit – im Vergleich zu einem alleinigen Vorgehen – gestärkt werden. So können bspw. in der Kooperation zwischen mehreren (kleinen) Unternehmen gemeinsam Anpassungsmaßnahmen entwickelt und implementiert werden, die für ein einzelnes Unternehmen nicht realisierbar wären, aber bei einer Umsetzung auf überbetrieblicher oder kommunaler Ebene ökologische wie ökonomische Vorteile bieten. In diesem Zusammenhang erscheint es auch sinnvoll, in einem weiteren Schritt einen interkommunalen Dialog sowie Kooperationen zu initiieren. Damit könnte der Gedanke „Kooperation trotz Konkurrenz“, der Unternehmensnetzwerke prägt, auch auf die kommunale Ebene übertragen werden.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages (Förderkennzeichen: 03DAS060). Die Förderung ist Teil des Förderprogrammes "Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels" im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS).

Weitere Informationen zur Förderung finden Sie unter http://www.bmub.bund.de/themen/klima-energie/klimaschutz/anpassung-an-den-klimawandel/ sowie http://www.ptj.de/folgen-klimawandel

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