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Ambi-Wise - Alltagsgerechte, mobile, kontextsensitive Benutzungsschnittstellen für einen optimierten Wissensaustausch im sozialen Netzwerk

Laufzeit:

01.01.2014 - 31.12.2016

Ansprechpartner:
Weitere an dem Projekt beteiligte Mitarbeiter:
Kurzbeschreibung des Projektes:

Das Projekt „Ambi-Wise – Alltagsgerechte, mobile, kontextsensitive Benutzungsschnittstellen für einen optimierten Wissensaustausch im sozialen Netzwerk“ hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Im Arbeitsalltag treten zahlreiche Situationen auf, in denen die Mitarbeiter bei der Erledigung ihrer Aufgaben entweder auf Wissen ihrer Kollegen angewiesen sind oder selbst Erfahrungen machen, die auch informativ und wertvoll für ihre Kollegen wären. Gerade vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels und alternder Belegschaften gilt es, Lösungen zu finden, um wertvolles Erfahrungs- und Expertenwissen auch für jüngere und neue Mitarbeiter zugänglich zu machen. Fortschrittliche Mensch-Technik-Interaktion verbunden mit innovativen Formen des Wissensmanagements ermöglicht einen grundlegend vereinfachten Umgang mit der Ressource „Wissen“ in der Arbeitswelt.

Hierfür werden in dem Verbundprojekt „Ambi-Wise“ neuartige Assistenz- und Kollaborationssysteme entwickelt, die den Aufbau einer Kultur des Austausches und der Partizipation im Unternehmen begünstigen. Die technologische Grundlage für eine verbesserte Zugänglichkeit zu Wissensressourcen bilden intuitive, adaptive und multimodale Benutzungsschnittstellen, welche im Rahmen einer mobilen sowie kontextbewussten Interaktion entwickelt werden. Bei der Entwicklung der mobilen Mensch-Technik-Lösungen werden arbeitswissenschaftliche sowie datenschutzrechtliche Aspekte von Anfang an intensiv berücksichtigt. Die technischen Lösungen integrieren sich in ein speziell an die Arbeitswelt angepasstes, firmeninternes Soziales Netzwerk, welches eine natürliche Form des Wissensaustausches effizient unterstützt.

Vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels und den Herausforderungen älter werdender Belegschaften werden mit dem Verbundprojekt folgende Zielsetzungen verfolgt:

1) Erleichterter Zugriff auf betriebliches und fachliches „Know How“ durch eine Kommunikation- und Wissensplattform

2) Förderung von fachlichem Austausch zwischen Mitarbeitern und der Weitergabe von implizitem sowie explizitem Wissen

3) Erhaltung des Erfahrungswissens langjähriger Mitarbeiter im Unternehmen auch nach deren Renteneintritt

Diese Ziele sollen erreicht werden durch die Entwicklung und Integration von mobilen, kontextsensitiven und multimodalen Benutzungsschnittstellen als Komponenten eines effektiven, effizienten und barrierefreien Wissensmanagements, welches den Fähigkeiten und Anforderungen verschiedenster Nutzer gerecht wird.

Das Projekt wird in einem Verbund durchgeführt: mit insgesamt sieben Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft deckt das Projektvorhaben die gesamte Umsetzungskette ab – von der anwendungsorientierten Erforschung neuartiger Interaktionskonzepte und Wissensmanagementlösungen bis hin zu deren wirtschaftlichen Verwertung. Der Projektträger ist VDI/VDE/IT (VDI GmbH; VDE Verband der Elektrotechnik, Elektronik; Informationstechnik e. V.). Die infoman AG ist Projektkoordinator und zuständig für die Definition, Entwicklung und Umsetzung der Wissensplattform. Die Entwicklung der notwendigen Technologien wird durch die SemanticEdge GmbH durchgeführt, während das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI, Kaiserslautern) die Ausgestaltung der Mensch-Maschine-Interaktion mit den entwickelten Interaktionstechnologien erforscht. Anwendungspartner, in deren Unternehmen das entwickelte System erprobt wird, sind die Daimler AG und die Schäffler Technologies AG & Co. KG. Die Beuth Hochschule für Technik in Berlin übernimmt die Vermarktung des entwickelten Systems und den Transfer auf andere Unternehmen.

Das ITA übernimmt die arbeitswissenschaftliche Begleitung des Gesamtvorhabens, um sicherzustellen, dass sowohl die zu entwickelnden technologischen Bestandteile als auch die erforderlichen organisatorischen Veränderungen im Prozessablauf die Grundsätze der nutzerzentrierten Systemgestaltung und der mitarbeiterorientierten und aufgabengerechten Arbeitsgestaltung erfüllen. Die Hauptverantwortung des ITA liegt in der Anforderungsermittlung, der Begleitung der Systemeinführung in den Unternehmen, der Erarbeitung eines geeigneten Qualifikationskonzepts und der Entwicklung eines Anreizinstrumentariums zur Förderung der Nutzung des Systems. Eine weitere Aufgabe des ITA ist die formative, den gesamten Entwicklungs- und Einführungsprozess flankierende, und summative Evaluation.

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