Projekt-Detail
Sie sind hier: Forschung & Lehre / Projekte
print

Innovationsallianzen im Handwerk vor dem Hintergrund des demographischen Wandels (inno.de.al)

Laufzeit:

01.01.2012 - 30.04.2015

Ansprechpartner:
Weitere an dem Projekt beteiligte Mitarbeiter:
Kurzbeschreibung des Projektes:

Ein zentrales Element zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels und damit für die Steigerung der Zukunftsfähigkeit ist die Innovationsfähigkeit von Betrieben. Der Innovationsbegriff beschränkt sich in diesem Zusammenhang nicht nur auf neue technische oder technologische Entwicklungen, sondern bezieht vielmehr auch die Bereiche Betriebsführung, Prozess- und Arbeitsgestaltung, Betriebskultur, Kommunikation, Qualifizierung, Arbeitsbedingungen und Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter mit ein.

In diesen Diskussionen stehen Handwerksbetriebe bis auf wenige Ausnahmen nicht im Fokus, obwohl das Handwerk durch seine Leistungen, seine auch in Krisenzeiten sicheren Arbeitsplätze sowie seine Funktion als größter Ausbilder eine zentrale wirtschaftliche und gesellschaftliche Rolle spielt. Umso mehr fehlen hier spezifische Lösungen, die auf die speziellen Besonderheiten und Bedürfnisse des Handwerks zugeschnitten sind. Denn obwohl sich das Handwerk schon seit Jahren mit dem Thema demografischer Wandel beschäftigt, erkennen und begreifen viele Unternehmer bisher noch unzureichend die für ihren Betrieb daraus resultierenden Chancen und Risiken und sind den damit verbundenen Herausforderungen nur bedingt gewachsen. Denn im Gegensatz zu mittelständischen und großen Unternehmen gibt es in den überwiegend kleinen Handwerksunternehmen in der Regel keine Fachabteilungen, die sich strategischen Fragestellungen annehmen können (z. B. das systematische Erkennen und Analysieren der für das eigene Unternehmen relevanten Veränderungen, die Personal- und Organisationsentwicklung sowie die Förderung der Bereitschaft und Fähigkeit zu Veränderungen und Innovationen). Wegen der strukturellen Besonderheiten des Handwerks bedarf es daher neuer, handwerkstauglicher Konzepte und Werkzeuge zur Förderung der betrieblichen Innovationsfähigkeit.
Im Mittelpunkt des Projektes inno.de.al steht die Vernetzung von Handwerksbetrieben in sog. Innovationsallianzen, um durch abgestimmtes Netzwerkhandeln die Innovationsfähigkeit der Betriebe zu steigern, Beispiele guter Praxis entstehen zu lassen, Synergieeffekte zu nutzen und für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation zu schaffen. Die in den Unternehmensnetzwerken erzielten Ergebnisse sollen sowohl auf persönlicher als auch auf betrieblicher Ebene verwertet und durch geeignete Wege weiteren Handwerksbetrieben zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist es, die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter zu steigern und die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern.

Das Institut für Technologie und Arbeit (ITA) übernimmt als wesentliche Aufgabe die Konzeption eines handwerkstauglichen, umfassenden Innovationsmanagements und die formative und summative Evaluation der implementierten Maßnahmen und zentralen Interventionselemente. Zusätzlich wird das ITA das Projekt wissenschaftlich begleiten. In Kooperation mit dem itb (Karlsruhe), der Handwerkskammer des Saarlandes (Saarbrücken) und der bad & heizung concept AG (Leipzig) sowie zwei Netzwerken aus Handwerksbetrieben (Innovationsallianzen) werden die genannten Projektziele umgesetzt. Eine Projekt-Homepage mit weiteren Informationen ist gerade im Aufbau.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert (Förderkennzeichen 01HH11081). Die fachliche Begleitung übernimmt der Projektträger DLR - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.