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Integratives Betriebliches Gesundheitsmanagement in hessischen Unternehmen

Laufzeit:

01.03.2001 - 31.12.2008

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Kurzbeschreibung des Projektes:

Dauerhafte Verbesserungen der betrieblichen Gesundheitssituation lassen sich dann am ehesten erzielen, wenn integrierte, zyklische Ansätze umgesetzt werden. Dabei muss immer wieder überprüft werden, inwieweit umgesetzte Verbesserungsmaßnahmen in allen die Gesundheit der Mitarbeiter betreffenden Facetten die beabsichtigten Wirkungen hervorbringen konnten bzw. unter sich wandelnden Rahmenbedingungen auch zukünftig geeignet sind, die Zielerreichung zu ermöglichen. Der Aufbau solcher Regelkreise stellt in Bezug auf das Betriebliche Gesundheitsmanagement eine evolutionäre Weiterentwicklung spezieller Strukturen und Prozesse aber auch des Verhaltens der Organisationsmitglieder sicher. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, auf interne und externe Einflüsse angemessen zu reagieren und dauerhafte Verbesserungen der betrieblichen Gesundheitssituation zu erzielen.

Eine besondere Herausforderung liegt dabei in der Verzahnung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements mit anderen Managementsystemen einer Organisation. Bei allen Maßnahmen zur Weiterentwicklung und Verfeinerung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ist deshalb immer auch zu prüfen, welche Konsequenzen dies für dessen Verknüpfung mit den übrigen Managementsystemen und damit auch dem Tagesgeschäft hat.

Dem Modellvorhaben „Integrative Betriebliches Gesundheitsmanagement in hessischen Unternehmen“ lag die allgemeine Fragestellung zugrunde, ob die anreizinitiierte Implementierung und Institutionalisierung eines Integrativen Betrieblichen Gesundheitsmanagements zu einer nachhaltigen Verbesserung der betrieblichen Gesundheitssituation und zu Einsparungen von Gesundheitsausgaben bzw. Leistungsausgaben führen kann. Die spezielle Fragestellung war, wie das Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement mit vorhandenen Strukturen und Prozessen einer Organisation sinnvoll gekoppelt werden kann. Dies sollte der Begriff „integrativ“ zum Ausdruck bringen.

Die Zielsetzung war, dass in anderen Zusammenhängen erfolgreich erprobte Konzepte und Instrumente aus den Bereichen Betriebliches Gesundheitsmanagement bzw. Business Excellence weiterentwickelt und umgesetzt werden sollten. Dabei wurden drei inhaltliche Schwerpunkte verfolgt:

1.    Entwicklung neuer Konzepte sowie Instrumente und deren Erprobung in der praktischen Anwendung, umgesetzt durch die Entwicklung von Hilfsmitteln für die innerbetriebliche Umsetzung und Steuerung des Integrativen Betrieblichen Gesundheitsmanagements (z. B. Bewertungsmodell und dessen operative Umsetzung) sowie Instrumenten für die AOK Hessen (z. B. Auswahl der Unternehmen).

2.    Evaluation des Vorhabens, umgesetzt mit einer Längsschnittstudie zur Evaluation der in den beteiligten Unternehmen umgesetzten Konzepte und damit erzielten Ergebnisse mit wissenschaftlichen Methoden. Dabei musste auch auf die Datenbestände der AOK Hessen sowie der Unternehmenspartner zurückgegriffen werden, um unter Beachtung von Datenschutzbestimmungen z. B. personenbezogene Daten in der Evaluation berücksichtigen zu können.

3.    Dokumentation der Umsetzungsaktivitäten und damit verbunden die Verbreitung der wissenschaftlichen Erkenntnisse im Rahmen von Vorträgen und Publikationen.

An der Umsetzung des Projektes waren neben der „AOK Hessen - Die Gesundheitskasse“, dem Institut für Technologie und Arbeit e.V. Kaiserslautern und der IMS-Cert GmbH 9 namhafte Unternehmen bzw. deren Standorte beteiligt.

Die Ergebnisse des abgeschlossenen Forschungsvorhabens des ITA geben eindeutige Hinweise darauf, dass die entwickelten und umgesetzten Konzepte einen wirkungsvollen Beitrag zur Integration des Themas Gesundheit in das Führungssystem einer Organisation und damit zur dauerhaften Verbesserung der organisationalen Gesundheitssituation geleistet haben.