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ZENITplus

Laufzeit:

01.01.2009 - 31.12.2012

Ansprechpartner:
Weitere an dem Projekt beteiligte Mitarbeiter:
Kurzbeschreibung des Projektes:

Der demographische Wandel zeigt sich in Rheinland-Pfalz den Prognosen zufolge u.a. dadurch, dass zwischen 2000 und 2015 die Anzahl der zwischen 15 und 30-Jährigen um 3 % zurückgeht und sich gleichzeitig die Anzahl der über 50-Jährigen in diesem Zeitraum um 37 % erhöhen wird. Gleichzeitig beschäftigen derzeit ca. 95 % aller Kleinst- und Kleinbetriebe (bis zu 19 Mitarbeitern) in Deutschland gar keine Älteren. Zwar haben ältere Arbeitnehmer wegen der längeren Betriebszugehörigkeit und dem damit verbundenen Kündigungsschutz ein vergleichsweise geringes Risiko, arbeitslos zu werden. Sind sie allerdings arbeitslos, so ist es für sie häufig sehr viel schwerer als für Jüngere, eine neue Beschäftigung zu finden. Hat die Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses gesundheitliche Gründe, deren Ursachen meist in Arbeitsplätzen mit sehr hohem körperlichen und psychischen Verschleiß zu finden sind, so greifen auch selten präventive Maßnahmen einer angepassten Personaleinsatzplanung im Unternehmen, da entsprechende „Ausweich“arbeitsplätze bzw. -tätigkeiten gerade in KMU selten zur Verfügung stehen - ein Betriebsaustritt scheint in solchen Fällen die einzige Alternative zu sein. Aktuelle Forschungsergebnisse ergeben, dass vor allem kleine und mittelständische Betriebe im Bau- und Handwerksbereich hinsichtlich dieser Problematik bereits jetzt benachteiligt sind, da sie keinerlei finanzielle wie personelle Ressourcen und kaum organisatorische Voraussetzungen zur dauerhaften Sicherung bzw. Förderung von Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie zur Weiterqualifizierung älterer Beschäftigter bereitstellen können, um diese Gruppe im Betrieb zu halten. Eine Lösung könnte eine anlassbezogene und problemorientierte Vernetzung von Kleinbetrieben sowie von Akteuren sein, die im arbeitsmarktpolitischen und demografischen Kontext aktiv sind. So wird gewährleistet, dass auf Ressourcen im Bereich Gesundheitsschutz und Weiterqualifizierung zielgerichtet und systematisch zugegriffen werden kann.

Ziel des Forschungsprojekts ZENITplus ist es, zu untersuchen, unter welchen Bedingungen in der Region nachhaltig wirksame Netzwerkstrukturen etabliert werden können und, darauf aufbauend, in Betrieben Maßnahmen umzusetzen und nachhaltig zu verankern, die geeignet sind, den Folgen des demografischen Wandels präventiv und nachhaltig entgegenzuwirken.

Ein zentraler Bestandteil des Forschungsprojektes ist, zu erforschen, welche regionalen Ansätze geeignete Voraussetzungen für alternsgerechte Arbeitsbedingungen in Klein- und Kleinstunternehmen schaffen. Die nachfolgende Umsetzung dieser Ansätze soll dazu führen,  dass ArbeitnehmerInnen ihr Erwerbsleben länger und gesünder bewältigen können. Die Gewährleistung einer zufrieden stellenden Arbeits(-bewältigungs)fähigkeit ist eine unverzichtbare Voraussetzung für „gute Arbeit“ sowohl für den Arbeitnehmer wie auch für das Unternehmen.

Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF). ZENITplus wird in Kooperation mit dem Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism) durchgeführt.

 

Zusätzliche Links zu diesem Projekt:

Projekthomepage ZENITplus→
Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism)→

Das ITA präsentiert sich als Netzwerkpartner des "Kompetenzzentrum Zukunftsfähige Arbeit in Rheinland-Pfalz". Weitere Informationen erhalten Sie hier