Fach­fo­rum
"Job­cen­ter der Zu­kunft II"

24. März 2023, 8:30 – 16:00 Uhr

Nach dem er­folg­rei­chen ers­ten Tref­fen von re­h­apro-Pro­jek­ten in Be­glei­tung durch den For­schungs­ver­bund re­h­apro (bzw. ein­zel­ner Mit­glie­der da­von) im Juni 2022 griff die­ses zwei­te Fach­fo­rum zen­tra­le Fra­ge­stel­lun­gen der Pro­jek­te auf und bot den Pro­jekt­lei­tun­gen, den Lei­tun­gen der Job­cen­ter und den Lei­tun­gen wich­ti­ger Ak­teu­re dazu ei­nen über­schau­ba­ren und "ge­schütz­ten" Rah­men für Dis­kus­si­on, Aus­tausch und Ler­nen. Der For­schungs­ver­bund re­h­apro setzt sich aus den fol­gen­den Part­nern zu­sam­men:

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Do­ku­men­ta­ti­on des Fach­fo­rums II

Be­grü­ßung al­ler Teil­neh­men­den (Teil­neh­men­den­lis­te als PDF), Will­kom­men durch Peer Gill­ner und Kurz­vor­stel­lung der gast­ge­ben­den La­waetz Stif­tung

Ein­füh­rung in den Ab­lauf des Ta­ges durch Mi­cha­el Se­lig­mann

Fol­gen­de Aspek­te von re­h­apro sind er­probt und wert, ver­ste­tigt zu wer­den

Die Ver­ste­ti­gung des Frei­wil­lig­keits­prin­zips ist wich­tig. Al­ler­dings steht da­mit auch die Fra­ge im Raum, wie weit Frei­wil­lig­keit geht und wo eine Mit­wir­kungs­pflicht be­ginnt. Ein ge­eig­ne­tes In­stru­ment, um Rech­te und Pflich­ten fest­zu­schrei­ben, kann ein Teil­ha­be­plan / ein Koopera­tionsplan sein. In dem Zu­sam­men­hang wur­de gleich­wohl die Fra­ge dis­ku­tiert, ob es sinn­voll ist, auf ei­nen Plan zu ver­zich­ten, weil sich der Hil­fe­be­darf schnell än­dert.

Wich­ti­ge Grund­la­gen für die ko­ope­ra­ti­ve Ent­wick­lungs­pla­nung sind die Schaf­fung ei­nes Ver­trauensverhältnisses zu ei­ner Haupt­be­gleit­per­son und eine Zu­sam­men­ar­beit auf Au­gen­hö­he (par­ti­zi­pa­ti­ver An­satz). Ein Ver­trau­ens­ver­hält­nis kann dann her­ge­stellt wer­den, wenn Teil­nehmende sich bis zu ei­nem ge­wis­sen Grad ak­zep­tiert und wohl füh­len. Das er­mög­licht es ih­nen, sich zu öff­nen und ei­ge­ne Be­dar­fe, Zie­le und Vor­stel­lun­gen über­haupt erst zu äu­ßern. Die Her­stel­lung ei­ner Ver­trau­ens­ba­sis und ei­ner an­ge­neh­men At­mo­sphä­re durch Beziehungs­arbeit ist eine ent­schei­den­de Ba­sis, um ge­mein­sam Zie­le der Be­glei­tung und ei­nen Coaching-„Auftrag“ zu er­ar­bei­ten. Die Kon­takt­dich­te soll­te an­ge­mes­sen hoch sein, ggf. mind. ein­mal pro Mo­nat.

Coa­ching: Des Wei­te­ren ist es wich­tig, dass die Teil­neh­men­den (Bür­ge­rin­nen und Bür­ger im SGB II-Be­zug) im Mit­tel­punkt ei­nes ganz­heit­li­chen Un­ter­stüt­zungs­an­ge­bo­tes ste­hen. Nur mit ei­nem sol­chen kom­ple­xen Her­an­ge­hen kann auf die oft aus­ge­präg­ten mul­ti­plen Pro­blem­la­gen von Lang­zeit­leis­tungs­be­zie­hen­den re­agiert wer­den. Auch da­für ist ein Ver­trau­ens­ver­hält­nis wich­tig, denn nur so wer­den Teil­neh­men­de be­reit sein, sich ih­rer Haupt­an­sprech­per­son in al­ler Of­fen­heit und bzgl. all ih­rer Pro­ble­me (ins­be­son­de­re je­ner, die der Beschäftigungs­fähigkeit im Wege ste­hen) an­zu­ver­trau­en.

Es soll­te nicht nur um die Nut­zung von An­ge­bo­ten ge­hen; för­der­lich ist auch ein Rah­men, der eine ak­ti­ve Mit­ge­stal­tung ge­stat­tet (z. B. wur­de in ei­nem re­h­apro-Pro­jekt durch Projekt­teilnehmende ein Café als Raum der Be­geg­nung mit Vor­trä­gen und prak­ti­schen Tipps mitge­staltet; u. a. wur­den The­men für Vor­trä­ge aus­ge­wählt und ein Tausch­schrank durch sie ein­ge­rich­tet und re­gel­mä­ßig ge­füllt und ge­nutzt). Da­durch wer­den das Sich-ak­tiv-Ein­brin­gen, Selbst­wirk­sam­keits­er­fah­run­gen und das Über­neh­men von Ver­ant­wor­tung be­för­dert. Das ist vor al­lem dann mög­lich, wenn von Po­ten­zia­len und nicht von De­fi­zi­ten der Teil­neh­men­den aus­ge­gan­gen wird.

Se­pa­ra­te Räum­lich­kei­ten au­ßer­halb des auf Ar­beits­ver­mitt­lung aus­ge­rich­te­ten Job­cen­ters wer­den von den Be­tei­lig­ten vom At­mo­sphä­ri­schen her po­si­tiv wahr­ge­nom­men, da sie ih­nen da­bei hel­fen, eine an­de­re, selbst­be­stimmt-ak­ti­ve Rol­le ein­zu­neh­men und Ängs­te vor Sanktio­nen ab­zu­le­gen. Die­se Form der Will­kom­mens­kul­tur mit ih­ren wert­schät­zen­den Ele­men­ten ist nicht zu un­ter­schät­zen.

Ähn­lich ver­hält es sich mit an­de­ren For­ma­ten der Kon­takt­auf­nah­me – wie auf­su­chen­den An­sät­zen in Form von Haus­be­su­chen, walk & talk (z. T. wur­den E‑Bikes für eine ge­mein­sa­me Fahr­rad­tour be­reit­ge­stellt[1]) ge­nutzt, Vi­deo- und Te­le­fon­kon­tak­ten Be­glei­tun­gen zu an­de­ren Stel­len etc. Au­ßer­dem füh­len sich Teil­neh­men­de da­mit oft bes­ser ak­zep­tiert, ins­be­son­de­re hin­sicht­lich ei­ner Rück­sicht­nah­me auf ihre ge­sund­heit­li­chen Be­ein­träch­ti­gun­gen (z. B: Pho­bien, Platz­angst, Angst vor vie­len Men­schen etc.).

Als ein ge­eig­ne­tes In­stru­ment zur Be­treu­ung und Be­glei­tung der Teil­neh­men­den ha­ben sich Fall­be­spre­chun­gen er­wie­sen. Sie fin­den in den re­h­apro-Pro­jek­ten in un­ter­schied­li­chen Kon­stellationen statt: team­in­tern, zwi­schen Team und IFK/FM, zwi­schen Team und Projektpart­nerinnen und ‑part­nern etc.

Nach­be­treu­ung der Teil­neh­men­den hilft, den mit Ver­las­sen des Pro­jek­tes er­reich­ten Sta­tus zu fes­ti­gen.

Was muss ver­stan­den wer­den?

  • Die Er­fah­rung lehrt – und das ist eben­falls eine sehr wich­ti­ge Er­kennt­nis mit Blick auf Ver­ste­ti­gung: Es muss un­be­dingt eine Wohl­fühl­at­mo­sphä­re ge­schaf­fen wer­den, die vor al­lem den Teil­neh­men­den ggü. eine Wert­schät­zung und Ak­zep­tanz (Teil­neh­men­de so ak­zep­tie­ren, wie sie/er ist) ver­mit­teln. Nur so wird ein par­ti­zi­pa­ti­ves Her­an­ge­hen mög­lich wer­den.
  • Und man muss dem Ent­wick­lungs- und Ge­stal­tungs­pro­zess Zeit
  • Au­ßer­dem ist es wich­tig zu ver­ste­hen, dass sich Ver­än­de­run­gen in der Re­gel eher in klei­nen Schrit­ten Das muss ak­zep­tiert wer­den. Das schafft letzt­lich An­schluss­fä­hig­keit: So kann Stück für Stück ein im­mer sta­bi­ler wer­den­der Grund­stein für wei­te­re Ver­än­de­run­gen und Er­fol­ge in der Ver­bes­se­rung der ge­sund­heit­li­chen und Ge­samt­si­tua­ti­on der Men­schen er­reich­bar sein.

In wel­cher Rol­le se­hen sich die Coa­ches?

Die Coach­rol­le muss zum ei­ge­nen Typ pas­sen. Ein Coach muss be­stimm­te Ei­gen­schaf­ten mit­brin­gen.

Es be­darf vor al­lem ei­ner spe­zi­el­len Grund­hal­tung der Coa­ches – ins­be­son­de­re: In­ter­es­se an der Ar­beit mit Men­schen, em­pa­thi­sche Grund­hal­tung; ge­tra­gen von ei­nem Paradigmen­wechsel in bis­lang sank­ti­ons­ori­en­tier­ten In­sti­tu­tio­nen.

Wenn Coa­ches sys­te­misch be­ra­ten / be­glei­ten sol­len, dann be­nö­ti­gen sie eine ent­spre­chen­de Qua­li­fi­ka­ti­on.

Fol­gen­de Fra­gen sind in Be­zug auf Ver­ste­ti­gung noch of­fen oder un­ge­löst:

Wie lässt sich die Ver­än­de­rungs­be­reit­schaft von Teil­neh­men­den er­ken­nen?

Dies­be­züg­lich be­rich­te­ten die Dis­ku­tie­ren­den hier­bei, ih­rem „Bauch­ge­fühl“ zu fol­gen. Ggf. ge­eig­ne­te In­stru­men­te da­für wa­ren of­fen­bar nicht be­kannt.

Wie las­sen sich Dia­gnos­tik und Be­hand­lung ver­bes­sern?

Es gibt Mo­dell­pro­jek­te, in de­nen die Dia­gnos­tik ein gro­ßes Pro­blem ist – ent­we­der weil zu we­ni­ge Mit­tel für ärzt­li­che Gut­ach­ten ein­ge­stellt wur­den oder lan­ge War­te­zei­ten in Kauf zu neh­men sind oder weil Gut­ach­ten we­nig aus­sa­ge­kräf­tig sind. In die­sen Fäl­len ste­hen die Pro­jek­te vor der Her­aus­for­de­rung, ziel­ge­rich­tet und pass­ge­nau han­deln zu kön­nen.

Als ein gu­tes und funk­tio­nie­ren­des Bei­spiel wur­de die Zu­sam­men­ar­beit mit ei­ner Ho­no­rar­ärz­tin vor­ge­stellt, das aus Sicht des be­tref­fen­den Mo­dell­pro­jek­tes über­nom­men und als Dritt­an­bie­te­rin für das gan­ze JC dau­er­haft ein­ge­bun­den wer­den soll­te. Die er­ar­bei­te­ten Gut­ach­ten wer­den zu­dem vom Ren­ten­trä­ger ak­zep­tiert.

Ins­be­son­de­re mit Blick auf die Zeit nach dem re­h­apro-Mo­dell­pro­jekt ist nach Mög­lich­kei­ten zu su­chen, die als so wich­tig emp­fun­de­ne Ein­bin­dung von me­di­zi­ni­scher und psy­cho­lo­gi­scher Exper­tise wei­ter­hin zu ge­währ­leis­ten. In der Dis­kus­si­on wur­de her­aus­ge­ar­bei­tet, dass die strik­te Berück­sichtigung der ge­sund­heit­li­chen Be­din­gun­gen ein Schlüs­sel für die Ver­bes­se­rung der Be­schäf­ti­gungs­fä­hig­keit der Ziel­grup­pe ist. Au­ßer­dem ist es für den Er­folg wich­tig, dass ein zeit­naher Zu­gang zu fach­ärzt­li­cher Be­ra­tung / Be­hand­lung er­folgt, ins­be­son­de­re im psy­cho­lo­gi­schen Be­reich. Lan­ge War­te­zei­ten, die als Pri­vat­per­son oft aus­zu­hal­ten sind, soll­ten mög­lichst ver­mie­den wer­den.

Wie kann ein ziel­füh­ren­des Coa­ching in der Re­gel­för­de­rung eta­bliert wer­den?

Au­ßer­dem wird als wich­tig emp­fun­den, Coa­ching als par­ti­zi­pa­ti­ves Mit­ein­an­der aus den Mit­teln und im Haus des Job­cen­ters an­zu­bie­ten. Dazu ge­hört auch, dass ein sol­ches An­ge­bot im Haus ge­wert­schätzt und ge­wür­digt wird. Gleich­zei­tig soll­ten im Rah­men der in­di­vi­du­el­len Be­glei­tung Mög­lich­kei­ten für auf­su­chen­de Ar­beit und Ge­sprä­che au­ßer Haus be­stehen.

Um gut coa­chen zu kön­nen, wird nach Mög­lich­kei­ten ge­sucht die JC-Mit­ar­bei­ten­den in systemi­schem Coa­ching zu qua­li­fi­zie­ren so­wie ih­nen für die teils her­aus­for­dern­de bis emo­tio­nal be­las­ten­de Ar­beit (an­ge­sichts per­sön­li­cher Schick­sa­le) eine re­gel­mä­ßi­ge Su­per­vi­si­on an­zu­bie­ten. Die (ex­ter­ne) Su­per­vi­si­on ist ins­be­son­de­re für die Wah­rung ei­ner pro­fes­sio­nel­len Di­stanz zu den per­sön­li­chen Schick­sa­len und An­lie­gen der Teil­neh­men­den hilf­reich bei ei­ner gleich­zei­tig für den Coaching­prozess er­for­der­li­chen em­pa­thi­schen Grund­hal­tung.

Ge­sucht und ge­wünscht ist die Of­fen­heit für ei­nen brei­ten Kul­tur­wan­del in den Job­cen­tern über die re­h­apro-Mo­dell­pro­jek­te hin­aus so­wie Zu­trau­en der Lei­tungs­ebe­ne in die neu­en An­sät­ze und wert­vol­le Ar­beit auf Ba­sis der ge­sam­mel­ten Er­fah­run­gen. Als för­der­li­che Be­din­gung wird eine Hal­tung ge­se­hen, die Mit­ar­bei­ten­de an der Ge­stal­tung des Job­cen­ters par­ti­zi­pie­ren lässt und zur Über­nah­me von Ver­ant­wor­tung er­mu­tigt; un­ter an­de­rem, in­dem sie eine Feh­ler­kul­tur und ei­nen of­fe­nen, kri­ti­schen Aus­tausch er­mög­licht. Den Dis­ku­tie­ren­den war wich­tig, dies­be­züg­lich wei­te­re Er­fah­run­gen sam­meln und sich fach­lich dar­über aus­tau­schen zu kön­nen.

Wie müss­te eine rechts­kreis­über­grei­fen­de Zu­sam­men­ar­beit ge­stal­tet wer­den?

Bei die­ser Fra­ge sind sehr ver­schie­de­ne Rechts­krei­se an­ge­spro­chen – Ge­sund­heit (SGB V), Ren­ten (SGB VI), Kin­der- und Ju­gend­hil­fe (SGB VIII). Hier hat sich bis­her ge­zeigt, dass sich die Zusammen­arbeit oft als sehr schwie­rig er­weist. Das scheint ver­schie­de­ne Grün­de zu ha­ben: un­ter­schied­li­cher ge­setz­li­cher Auf­trag, un­ter­schied­li­che Sys­te­me und Ver­fah­ren, un­ter­schied­li­che Qua­li­fi­ka­tio­nen und Spra­che; hin­zu kom­men da­ten­schutz­recht­li­che Fra­gen in der Zu­sam­men­ar­beit. Den­noch steht die Fra­ge der – vom Pro­gramm auch ge­woll­ten – kon­kre­ten Form der Ver­ste­ti­gung der Netzwerk­arbeit und der Über­nah­me ins Re­gel­ge­schäft im Raum.

Au­ßer­dem hat sich ge­zeigt, dass das The­ma Ge­sund­heits­för­de­rung im Rah­men des SGB II an Gren­zen stößt. Dies­be­züg­lich ist der­zeit noch un­klar, wie sich das The­ma stär­ker ver­an­kern lässt.

Wie kann das The­ma Prä­ven­ti­on ver­stärkt wer­den?

Hier zeigt sich, dass es noch zu we­ni­ge prä­ven­ti­ve An­ge­bo­te gibt und die­se zu­dem eher ver­hal­ten ge­nutzt wer­den.

Wie kann die Ver­ste­ti­gung von re­h­apro im Job­cen­ter er­fol­gen?

Hier gilt es zu­nächst zu klä­ren, ob die ge­sam­te re­h­apro-Phi­lo­so­phie oder aus­ge­wähl­te Tei­le über­nommen wer­den soll­ten. Ein Pro­jekt hat in der Dis­kus­si­on den Plan vor­ge­stellt, dass im Er­geb­nis des Mo­dell­pro­jek­tes im Job­cen­ter ein ei­ge­ner Be­reich Ge­sund­heits­för­de­rung auf­baut wer­den soll (mit FM). Zen­tra­le Ar­gu­ment, das da­für­spricht: Si­cher­stel­lung des fach­li­chen Aus­tau­sches zwi­schen den Fall­ma­na­ge­rin­nen und Fall­ma­na­gern. Im Zuge ei­nes Mo­dell­pro­jekts wur­de zu­sam­men mit den teil­neh­men­den ein Café er­öff­net, wel­ches auch er­hal­ten blei­ben soll!

Im Aus­tausch mit Job­cen­tern sind fol­gen­de neue Ideen oder Lö­sungs­an­sät­ze ent­wi­ckelt wor­den:

Ge­mein­sam wur­de die ho­her Re­le­vanz von Ak­zep­tanz, Zu­trau­en und Res­sour­cen­ori­en­tie­rung als Hal­tung und von wert­schät­zen­der und kon­struk­ti­ver Kom­mu­ni­ka­ti­on für ge­lin­gen­de Entwicklungs­prozesse auf meh­re­ren Ebe­nen her­aus­ge­ar­bei­tet: so­wohl zwi­schen den Mit­ar­bei­ten­den des Job­cen­ters und den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern (Pro­jekt­teil­neh­men­den), als auch zwi­schen Leitungs­ebene und Mit­ar­bei­ten­den in den Job­cen­tern. Es gilt in den Job­cen­tern ein bes­se­res Ver­ständ­nis für die Ziel­grup­pen (und de­ren teils exis­ten­ti­el­le Ängs­te und Nöte) zu ent­wi­ckeln so­wie Ermessens­spielräume für das Han­deln aus­zu­lo­ten, zu­zu­las­sen und de­ren Chan­cen zu nut­zen.

Für die Ver­brei­tung und den Trans­fer der im Rah­men von re­h­apro-Mo­dell­vor­ha­ben ge­sam­mel­ten Er­fah­run­gen und Er­kennt­nis­se in­ner­halb und au­ßer­halb der Job­cen­ter wur­de die Idee ent­wi­ckelt, Mul­ti­pli­ka­to­rin­nen und Mul­ti­pli­ka­to­ren als Bot­schaf­te­rin­nen und Bot­schaf­ter der hier neu ent­wickelten An­sät­ze und Mo­del­le zu ge­win­nen oder ein­zu­set­zen und die­se in ih­rer kom­mu­ni­ka­tiv-ver­mit­teln­den Rol­le zu un­ter­stüt­zen. Die­se könn­ten ei­nen Bei­trag zur Schaf­fung ei­nes Be­wusst­seins auf al­len Ebe­nen der Job­cen­ter für sich neu er­öff­nen­de Mög­lich­kei­ten durch die im re­h­apro-Pro­jekt ent­wi­ckel­te Art des Ar­bei­tens mit den SGB II-Be­zie­hen­den leis­ten.

„WAS muss da­für ge­lin­gen? WIE kann es wei­ter­ge­hen?“

In der ers­ten Dis­kus­si­ons­run­de wur­de dis­ku­tiert, was un­be­dingt ver­ste­tigt wer­den soll­te. Dar­auf auf­bau­end kon­zen­trier­te sich die Dis­kus­si­on im zwei­ten Teil auf die Gelingens­bedingungen.

Wie kann das re­h­apro-Pro­jekt im Job­cen­ter selbst ver­mit­telt wer­den?

  • Ver­mitt­lung sach­li­cher In­for­ma­tio­nen und Er­fol­ge des re­h­apro-An­sat­zes (Rol­le von Mul­ti­pli­ka­to­rin­nen und Mul­ti­pli­ka­to­ren – s. o.)
  • Über­win­dung von haus­ei­ge­nen Blo­cka­den (und Ängs­ten an­de­rer Mit­ar­bei­ten­den im Job­cen­ter, ent­behr­lich zu wer­den) (aber wie?)
  • Ar­gu­ment: „Wir ver­schen­ken Euch un­se­re Ar­beit!“

Wel­cher Ver­hal­tens­än­de­run­gen be­darf es?

  • Es braucht ein ver­än­der­tes Be­wusst­sein auf al­len Ebe­nen ein­schließ­lich der Of­fen­heit von Füh­rungs­ebe­nen für ei­nen Kul­tur­wan­del. Das er­öff­net eine neue Sicht auf Hil­fe­be­dürf­ti­ge und ge­stat­tet ein neu­es Mit­ein­an­der.
  • Es muss er­kannt wer­den, dass ge­setz­li­che Grund­la­gen auch Ge­stal­tungs­spiel­räu­me zu­las­sen. Die­se gilt es zu er­ken­nen und zu nut­zen.

Wel­cher Kom­pe­ten­zen und Qua­li­fi­ka­tio­nen be­darf es?

  • Herz & See­le; Em­pa­thie
  • Her­stel­lung ei­nes ko­ope­ra­ti­ven Mit­ein­an­ders
  • Trans­pa­ren­ter Um­gang mit Kon­flik­ten
  • Wah­rung ei­ner pro­fes­sio­nel­len Di­stanz (z. B. durch Su­per­vi­si­on)
  • An­wen­dung sys­te­mi­scher An­sät­ze (sys­te­mi­sches Coa­ching)
  • Wie kön­nen die per­sön­li­chen Stär­ken der Fall­ma­na­ge­rin­nen und Fall­ma­na­ger bes­ser ge­nutzt wer­den?

Wie soll­te sich Füh­rung in die­sen Pro­zess ein­brin­gen?

  • Soll der Pa­ra­dig­men­wech­sel ge­lin­gen, be­darf es ei­ner an­de­ren Füh­rungs­kul­tur; Füh­rungskräfte – an­ge­fan­gen bei der Ge­schäfts­füh­rung – ha­ben Vor­bild­funk­ti­on.
  • Dazu ge­hört auch ein an­de­rer Füh­rungs­stil, der – bei Be­darf auch „von oben“ – ver­bind­lich ein­zu­for­dern ist: z. B. durch die Ver­pflich­tung für Fach­kräf­te, ne­ben Qua­li­fi­zie­run­gen zu fach­li­chen Fra­gen auch Schu­lun­gen zur För­de­rung von Hal­tun­gen zu ab­sol­vie­ren; entspr. Stel­len­be­schrei­bun­gen für Füh­rungs­kräf­te; bei Bewerbungs­gesprächen auch auf Hal­tung ach­ten etc.
  • Auf­ga­be der Füh­rungs­kräf­te muss es sein, ih­ren Mit­ar­bei­ten­den wert­schät­zend ge­gen­über­zu­tre­ten.

Braucht es für den Pa­ra­dig­men­wech­sel ex­ter­ner Un­ter­stüt­zung?

Die­se Fra­ge wur­de ein­deu­tig mit JA be­ant­wor­tet.

Fol­gen­de Aspek­te be­nö­ti­gen ex­ter­ner Un­ter­stüt­zung:

  • Kom­mu­ni­ka­ti­on / Un­ter­stüt­zung ei­nes struk­tu­rier­ten Er­fah­rungs­aus­tau­sches
  • Qua­li­fi­zie­rung für Mit­ar­bei­ten­de
  • Su­per­vi­si­on für Mit­ar­bei­ten­de
  • Wis­sen­schaft­li­che Be­glei­tung – v. a. um haus­in­ter­ne Ver­än­de­rungs­pro­zes­se zu trans­por­tie­ren und den Pro­zess zu be­schleu­ni­gen
  • Schaf­fung ei­ner wert­schät­zen­der Füh­rungs­kul­tur

Wei­te­re zen­tra­le Er­kennt­nis­se:

  • Der Trans­fer und Be­mü­hun­gen zur Ver­ste­ti­gung müs­sen be­reits wäh­rend des Pro­jek­tes star­ten. Dazu be­darf es ei­nes Kon­zep­tes!
  • Da­bei spielt die ex­ter­ne Be­glei­tung / Eva­lua­ti­on eine wich­ti­ge Rol­le:
    • Da­ten zu Er­geb­nis­sen und Er­kennt­nis­sen wer­den auf­be­rei­tet und ver­mit­telt (Wis­sen­schaft­lich­keit und Un­ab­hän­gig­keit)
    • Ver­mitt­lung in­ner­halb der Job­cen­ter (inkl. Füh­rungs­ebe­ne) und in Rich­tung Po­li­tik.

[1]     Ins­be­son­de­re in eher länd­lich struk­tu­rier­ten Re­gio­nen ist ne­ben auf­su­chen­der Ar­beit oft auch Mo­bi­li­täts-för­de­rung ein wich­ti­ges The­ma.

Teil 1: WAS ist es wert, ver­ste­tigt zu wer­den und WARUM?

Kurz­bei­trä­ge aus den Pro­jek­ten

Wel­che Netz­wer­ke / Ko­ope­ra­tio­nen?

  • Ver­tie­fung der Zu­sam­men­ar­beit mit ärzt­li­chem Diens­tag
  • Food-Sha­ring-In­itia­ti­ven: Er­näh­rungs­be­ra­tun­gen
  • Kli­ni­ken
  • Te­le­fo­ni­sche Fall­be­spre­chung mit ÄD / Psych.Dienst / Ho­no­rar­ärz­tin auf dem Flur
  • Ko­ope­ra­ti­on mit VHS
  • EUTB + UPD: Fach­per­spek­ti­ve rein­ho­len
  • Gute Ko­ope­ra­ti­on mit dem Ge­sund­heits­amt
  • Per­sön­li­ches Ken­nen­ler­nen von Part­nern, um Skep­sis ggü. Job­cen­ter ab­zu­bau­en
  • Ge­mein­sam mit TN zu In­itia­ti­ven / Ver­ei­nen / An­ge­bo­ten ge­hen

Was be­währt sich?

  • Un­ter­stüt­zung fin­den für Akut­fäl­le (z.B. SPDi) und ta­ges­struk­tu­rie­ren­de An­ge­bo­te
  • Ko­ope­ra­ti­ons­ge­sprä­che zur struk­tu­rel­len Zu­sam­men­ar­beit mit po­li­ti­schen Part­nern
  • Zu­sam­men­ar­beit mit DRV: Kli­ni­ken stel­len vor, wie An­trä­ge auf me­di­zi­ni­sche Reha vereinfacht/ un­ter­stützt wer­den kön­nen
  • Per­spek­ti­ve: wel­che An­bin­dung brau­chen TN für Zeit nach dem Pro­jekt?
  • Rechts­kreis­über­grei­fen­de Zu­sam­men­ar­beit: es braucht sub­stan­ti­el­le Auf­trags­klä­rung
  • Psych­ia­trie­ko­or­di­na­ti­on „im Boot“ -> Ba­sis für wei­te­re Ko­ope­ra­ti­on
  • An­bin­dung an Ver­ei­ne oder nie­der­schwel­li­gen Be­schäf­ti­gung

Was fehlt?

  • Kran­ken­kas­sen „nicht ins Boot zu be­kom­men“
  • Un­ter­an­ge­bot Psy­cho­the­ra­pie
  • Wie fin­den TN Wege zu Ver­ei­nen / Selbst­hil­fe­grup­pen? Gro­ße Scheu
  • An­ge­bo­te fin­den, die so­zi­al und emo­tio­nal sta­bi­li­sie­rend wir­ken; am­bu­lan­tes Ver­sor­gungs­netz
  • Ech­te rechts­kreis­über­grei­fen­de Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen SGB II und SGB VIII
  • Bei auf­su­chen­der Ar­beit mit BG: „Alle Hil­fe­sys­te­me in eine Rich­tung len­ken“
  • Da­ten­schutz ak­teurs­über­grei­fend
  • Klä­rung: Auf­ga­ben und Auf­trä­ge im Rah­men von Kin­der­schutz -> pro­jek­t­ei­ge­ne Koopera­ti­ons­vereinbarung im Kin­der­schutz
  • Es braucht Be­treu­ungs­struk­tu­ren mit nied­ri­gem Fall­schlüs­sel, um Netz­werk­ar­beit zu leis­ten

Teil 2: WAS muss im Hin­blick auf Ver­ste­ti­gung ge­lin­gen? WIE kann es wei­ter­ge­hen?

Wel­che Ideen / An­sät­ze zur Ver­ste­ti­gung ent­fa­chen bei Ih­nen eine be­son­de­re En­er­gie?

  • So viel Fach­ex­per­ti­se durch Ko­ope­ra­ti­on ins Pro­jekt ho­len wie mög­lich
  • Wie ent­ste­hen „neue Teams“ mit ver­schie­de­nen Pro­fes­sio­nen / in­ter­dis­zi­pli­nä­re Teams?
  • Ko­ope­ra­ti­on braucht Ver­trau­en
  • Netz­werk auf­bau­en, das lang­fris­tig trägt
  • Wenn die Kli­en­ten ger­ne ins JC kom­men

Wel­che Ri­si­ken? -> Um­wand­lung in Chan­cen

  • Per­so­nel­le Kon­ti­nui­tät (be­züg­lich Ver­trau­en­s­ebe­ne)
  • Re­h­apro kom­pen­siert De­fi­zi­te im Sys­tem, aber: was pas­siert nach Re­h­apro?
  • Pro­jekt­cha­rak­ter Re­h­apro be­dingt, dass An­ge­bo­te am Pro­jek­ten­de ggf. nicht mehr fort­ge­führt wer­den
  • Kür­zung von Mit­teln für Maß­nah­men, gleich­zei­tig Ar­beits­fä­hig­keit wich­ti­ger denn je (de­mo­gra­phi­scher Wan­del)
  • Nicht an­ge­bots­ge­trie­ben, son­dern be­darfs­ge­trie­ben
  • Ver­zah­nung SGB II und SGB IX, „Den­ken in Bud­get­töp­fen“ ver­hin­dert per­so­nen­zen­trier­tes Vor­ge­hen -> Per­so­nen­be­zo­ge­ne Bud­gets statt rechts­kreis­be­zo­ge­ne Bud­gets
  • Trä­ger iden­ti­fi­zie­ren Be­dar­fe der Kli­en­ten und mel­den die­se an JC, Maß­nah­me­pla­nung

Was muss ge­klärt wer­den?

  • Wie ent­ste­hen neue For­men der Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen JC und Trä­gern?
  • Wie ar­bei­ten künf­tig Mit­ar­bei­ten­de aus JC und JA zu­sam­men?
  • Wie kann man Hal­tun­gen ver­än­dern (zwi­schen JC und Trä­gern)?
  • Of­fen­heit und In­no­va­ti­on trifft auf Etabliertes/ Si­cher­heits­ori­en­tier­tes
  • In­wie­fern ist rechts­kreis­über­grei­fen­de Zu­sam­men­ar­beit ge­wollt?
  • Er­hö­hung von Be­schäf­ti­gungs­fä­hig­keit: Wor­auf zahlt das ein? Er­folgs­kri­te­ri­en im JC?
  • „Per­so­nal­schlüs­sel der Zu­kunft“: Ko­ope­ra­ti­on braucht Zeit
  • Wel­che Ant­wor­ten kann Re­h­apro lie­fern in Be­zug auf Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen JC und Trä­ger / Ver­än­de­rungs­maß­nah­men?

Wen brau­chen wir in­tern / ex­tern ?

  • Er­kennt­nis­se aus Re­h­apro müs­sen auf po­li­ti­sche Ebe­ne: Kom­mu­ne, Land, Bund

Was soll kon­kret in An­griff ge­nom­men wer­den?

  • „Räu­me“ schaf­fen, sich in­for­mell zu tref­fen und ken­nen­zu­ler­nen => Team­bil­dung
  • „Frei­heit“ der Ver­ga­be in Re­h­apro vs. Re­gu­lä­re Ver­ga­be­pra­xis SGB II
  • Weg­kom­men von „mei­ne“ und „dei­ne“ The­men / Kli­en­ten
  • Kom­pe­ten­zen der PAPs im Be­reich Ge­sund­heit er­hö­hen

Teil 1: WAS ist es wert, ver­ste­tigt zu wer­den und WARUM?

Wor­in be­steht Ge­sund­heits­för­de­rung in Re­h­apro und wel­che Aspek­te sind es wert, ver­ste­tigt zu wer­den?

  • Neu­er An­satz in­ner­halb des Job­cen­ters: Er­ken­nen des in­di­vi­du­el­len Be­darfs der Bürger*innen durch ganz­heit­li­chen Zu­gang:
    • Hal­tung, nach der we­ni­ger die Ver­mitt­lung, als der Mensch im Vor­der­grund steht
    • Mehr Zeit für Bürger*innen und dia­lo­gi­sche Hal­tung
    • Zen­tral: Weitgefasster/ganzheitlicher Ge­sund­heits­be­griff im Sin­ne der WHO
    • Ge­sund­heits­för­de­rung wird durch in­di­vi­du­el­le Leis­tung und Frei­wil­lig­keit ge­währ­leis­tet
  • Ge­rin­ger Be­treu­ungs­schlüs­sel:
    • Er­mög­licht ganz­heit­li­che Be­treu­ung nach in­di­vi­du­el­lem Be­darf der Bürger*innen; Ste­ti­ge und in­di­vi­du­ell zu­ge­schnit­te­ne Be­treu­ung
    • Schafft Ver­trau­en
    • Durch Ver­trau­ens­auf­bau kön­nen Pro­blem­la­gen der Bürger*innen er­kannt und be­ar­bei­tet wer­den
    • Ser­vice-Ori­en­tie­rung: Bürger*innen-nahe und be­darfs­ge­rech­te Be­treu­ung
  • Zen­tra­le Rol­le der Ge­sund­heits­för­de­rung durch Re­h­apro in den Job­cen­tern
    • The­ma war bis­her eher rand­stän­dig und hat durch Re­h­apro an Be­deu­tung ge­won­nen
  • Ge­sund­heits­för­de­rung be­ginnt bei der Ge­währ­leis­tung ei­nes Si­cher­heits­ge­fühls der Bürger*innen; psy­chi­sche Sor­gen der Bürger*innen müs­sen be­rück­sich­tigt wer­den
  • Zentrale*r Ansprechpartner*in durch „Team Ge­sund­heit“
  • Su­per­vi­sio­nen
  • Netz­werk­ar­beit, Ko­ope­ra­tio­nen und in­ter­dis­zi­pli­nä­re Zu­sam­men­ar­beit
  • Ei­ge­ne Räum­lich­kei­ten in­ner­halb des Job­cen­ters er­hö­hen Si­cher­heits­ge­fühl der Bürger*innen
  • Be­ra­tungs­struk­tur, die auf Case Ma­nage­ment aus­ge­rich­tet ist er­mög­licht Be­zie­hungs- und Ver­trau­ens­auf­bau mit und zu den Bürger*innen
  • Res­sour­cen­ver­schie­bung in­ner­halb des Job­cen­ters: Mehr Zeit bei den IFK, da­mit die­se die Pro­ble­me der Bürger*innen bes­ser er­ken­nen
  • Ge­sund­heits­för­de­rung be­inhal­tet zwei Be­rei­che: Re­ha­bi­li­ta­ti­on und Prä­ven­ti­on
    • Prä­ven­ti­on durch durch­schnitt­lich schlech­ten Ge­sund­heits­zu­stand der Bürger*innen schwie­rig
    • Ge­sund­heits­för­de­rung wird durch Reha/SB ge­währ­leis­tet
  • Po­si­ti­ver Ef­fekt des GKV-Pro­jekts: Gut­schein-Sys­tem er­mög­licht den Bürger*innen die Nut­zung ver­schie­de­ner An­ge­bo­te

Wel­che Schwie­rig­kei­ten gibt es bei der Um­set­zung der Ge­sund­heits­för­de­rung bis­her?

  • Ge­rin­ge An­er­ken­nung für das The­ma Ge­sund­heit im Job­cen­ter; The­ma Ge­sund­heits­för­de­rung ist bis­her rand­stän­dig, da Fo­kus eher auf Vermittlung/Integrationszahlen liegt
    • Fo­kus bis­her zu 80% auf In­te­gra­ti­on in Ar­beit und zu 20% auf Ge­sund­heit
    • An­er­ken­nungs­ar­beit ist wich­tig
  • Teil­wei­se man­gel­haf­tes Be­wusst­sein für Krank­heits­bil­der (im Job­cen­ter); vor al­lem für psy­chi­sche Er­kran­kun­gen und De­pres­sio­nen
  • Zu­sam­men­ar­beit mit den Kran­ken­kas­sen
  • Schwie­rig­kei­ten der Ab­gren­zung von SGB V und SGB II; vie­le Maß­nah­men fal­len ins SGB V

Teil 2: WAS muss da­für ge­lin­gen? WIE kann es wei­ter­ge­hen?

Was muss da­für ge­lin­gen?

Tools

  • Mehr Ca­se­ma­nage­ment
  • Werk­zeug­kas­ten für in­di­vi­du­el­le Be­ra­tung und Be­dar­fe (Ana­mne­se, BMI-Mes­sung; Weg­wei­ser-Tool/­As­sess­ment; Rund­um-Bild über Bürger*innen zur Er­ar­bei­tung von Hand­lungs­op­tio­nen)
  • Gut­schei­ne für Ge­sund­heits­för­de­rung
  • In­di­vi­du­el­le Kurs­an­ge­bo­te (Acht­sam­keits­trai­ning, Wald­spa­zier­gang, Er­näh­rungs­kur­se etc.)
  • Mo­bi­le In­stru­men­te z.B. für Walk & Talk
  • Aus­wahl der Tools für Coa­ches er­leich­tern
  • Um­fas­sen­des „360 Grad“-Vorgespräch im Sin­ne ei­nes AVGS
  • Arbeitgeber*innen-Bürger*innen-Börse als Zu­gang zum AG
  • Ge­teil­tes Tool der Netz­werk­part­ner zur Ein­sicht, wo der/die Bürger*in ak­tu­ell steht
  • Ge­rin­ge Zu­gangs­hür­den
  • Ver­bes­ser­tes Am­bi­en­te in Be­ra­tungs­räu­men
  • Kenn­zif­fern für so­zia­le Teil­ha­be ent­wi­ckeln; Er­fol­ge mess­bar ma­chen

Netz­werk

  • In­ter­dis­zi­pli­nä­re Ar­beit
  • Psycholog*in/Ärzt*in im Team
  • Kom­pe­tenz­bün­de­lung über Dienst­leis­ter hat Ar­beits­tei­lung und ver­schie­de­ne Per­spek­ti­ven für Bürger*innen zur Kon­se­quenz
  • Wei­ter­bil­dung der IFK
  • IFD, Sucht­be­ra­tung und Schuld­ner­be­ra­tung als ope­ra­ti­ve Part­ner
  • Ein­bin­dung des AGS
  • Lot­sen als Multiplikator*innen der Ge­schäfts­be­rei­che
  • Ver­weis­be­ra­tung durch Netzwerkordner/Netzwerkarte
  • Netz­werktref­fen
  • In­ter­nes Netz­werk (Sen­si­bi­li­sie­rung und Schu­lun­gen in­ner­halb des Job­cen­ters, Er­ken­nen psy­chi­scher Er­kran­kun­gen, Aus­tausch der Fäl­le)
  • Rechts­kreis­über­grei­fen­des Den­ken um Leis­tun­gen zu bün­deln

Res­sour­cen

  • Ver­än­der­ter Be­treu­ungs­schlüs­sel im Ver­hält­nis 1:35
  • Neu­es Ver­ständ­nis von Be­schäf­ti­gungs­fä­hig­keit; ver­bes­ser­te Mess­bar­keit von Ar­beits­un­fä­hig­keit
  • Be­treu­ungs­schlüs­sel im Be­reich der Ge­sund­heits­för­de­rung rea­li­sie­ren
  • Re­si­li­enz­för­de­rung der Coa­ches
  • Bün­de­lung der Kom­pe­tenz als Fach­team; bspw. als „Team Ge­sund­heit“
    • Ge­wis­se An­zahl von Mitarbeiter*innen im Job­cen­ter not­wen­dig
  • Frei­wil­lig­keit vs. „Be­treu­ungs­zwang“
  • Mo­bi­li­tät über 49€-Ticket si­chern

Wie kann es ge­lin­gen?

  • Zen­tra­ler Aspekt der Trans­for­ma­ti­on ist die Not­wen­dig­keit ei­nes Pa­ra­dig­men­wech­sels durch ein ver­än­der­tes Mind­set, das in­di­vi­du­el­le Be­treu­ung der Bürger*innen er­mög­licht
  • Mo­bi­li­täts­lö­sun­gen durch 49€-Ticket
  • Rechts­kreis­über­grei­fen­de Bün­de­lung durch stär­ke­re Steue­rung von „oben“
  • Spe­zia­li­sier­tes Ge­sund­heits-Coa­ching in­ner­halb des Bür­ger­gel­des
  • An­ge­pass­te Rah­men­be­din­gun­gen: Ver­säu­lung auf­bre­chen
  • Per­sön­li­che Be­zie­hun­gen an den je­wei­li­gen Stel­len zur bes­se­ren Über­tra­gung
  • Vor al­lem das Coa­ching des Bür­ger­gelds bie­tet Chan­cen, die tat­säch­li­che Um­set­zung ist aber maß­geb­lich
  • Pro­blem der Durch­set­zung von Bun­des­agen­tur, BMAS und Job­cen­ter: Pa­ra­dig­men­wech­sel muss auch ge­lebt wer­den
  • Fo­kus muss sei­tens Ge­setz­ge­ber we­ni­ger auf fi­nan­zi­el­le Aspek­te ge­legt wer­den
  • Ab­schaf­fung der Min­dest­an­zahl an Be­ra­tun­gen; füh­ren nicht zwangs­läu­fig zu Er­folg

Der Aus­tausch un­ter den an­we­sen­den Lei­tungs­kräf­ten aus ins­ge­samt zehn an Mo­dell­vor­ha­ben re­h­apro be­tei­lig­ten Job­cen­tern soll­te dem of­fe­nen, in­tern ge­hal­te­nen Aus­tausch un­ter­ein­an­der die­nen. Da­her ist kei­ne de­tail­lier­te­re Do­ku­men­ta­ti­on vor­ge­se­hen.

Die An­we­sen­den re­prä­sen­tie­ren die Band­brei­te al­ler Job­cen­ter in Deutsch­land recht gut: (gro­ße) Groß­städ­te, Job­cen­ter gE und zkT, Land­krei­se mit kom­mu­na­len Job­cen­tern und Job­cen­ter gE, Job­cen­ter aus dem Os­ten – Wes­ten — Sü­den und Nor­den; die be­tei­lig­ten Lei­tungs­per­so­nen sind so­wohl auf Ge­schäfts­füh­rungs- wie Be­reichs- oder Stand­ort­lei­tungs­ebe­ne tä­tig.

Die Dis­kus­si­ons­the­men konn­ten frei ge­wählt wer­den und wur­den zu Be­ginn ein­ge­sam­melt. Die Mo­de­ra­ti­on durch den For­schungs­ver­bund un­ter­stütz­te den Aus­tausch zu­rück­hal­tend und griff nicht in­halt­lich len­kend ein.

Die Vor­stel­lungs­run­de er­gab auf der per­sön­li­chen Ebe­ne das Bild, die Tä­tig­keit in ei­nem Job­cen­ter ist at­trak­tiv, da auch über vie­le Jah­re ab­wechs­lungs­reich, mit sich ver­än­dern­den An­for­de­run­gen und Ak­teu­ren, Wei­ter­ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten und in ei­nem the­ma­ti­schen Feld an­ge­sie­delt, das auf Un­ter­stüt­zung von Men­schen aus­ge­rich­tet ist.

The­men zu de­nen ein Aus­tausch statt­fand wa­ren:

  • Ein­füh­rungs­ak­ti­vi­tä­ten und Pro­zess­ge­stal­tung Bür­ger­geld­ge­setz auf Ebe­ne der Job­cen­ter (or­ga­ni­sa­to­risch, Be­fä­hi­gung Mit­ar­bei­ten­de, Ein­be­zug Mit­ar­bei­ten­de in die Vor­be­rei­tung auch über the­ma­ti­sche Ar­beits­grup­pen für ver­än­der­te Ver­fah­rens­wei­sen)
  • Da­mit ver­bun­den ging es um die Be­stä­ti­gung, Ver­än­de­rung und Ent­wick­lung ei­ner ge­mein­sa­men Hal­tung un­ter den Mit­ar­bei­ten­den in den Job­cen­tern.
    • In vie­len Bei­trä­gen wur­de be­tont, dass die mit dem Bür­ger­geld­ge­setz ver­bun­de­ne ver­än­der­te Hal­tung be­reits seit Jah­ren Pra­xis (u.a. auch im Leis­tungs­be­reich) in der Zu­sam­men­ar­beit mit den auf Un­ter­stüt­zung an­ge­wie­se­nen Men­schen war (so­weit wie mög­lich), dass dies aber nun­mehr durch das neue Ge­setz le­gi­ti­miert wird und da­durch an­ders ge­fes­tigt wer­den kann.
  • Zum The­ma Schlich­tungs­ver­fah­ren gibt es in man­chen Job­cen­tern in­ten­si­ve­re Vor­be­rei­tun­gen durch Er­ar­bei­tung von Ab­lauf­kon­zep­ten; ei­nig war sich die Run­de aber dar­in, dass das The­ma in der Pra­xis eher mar­gi­nal aus­fal­len wer­de, da der Ko­ope­ra­ti­ons­plan von sei­ner An­la­ge her eher kei­nen An­lass für Schlich­tun­gen bie­ten wer­de. Zu­dem wür­de an­ge­strebt, durch die nun­mehr ge­for­der­te an­de­re Hal­tung erst gar kei­ne „Schlich­tungs­fäl­le“ auf­kom­men zu las­sen. Ins­ge­samt ent­stand der Ein­druck, es gibt Vor­be­rei­tun­gen auf die Ein­füh­rung ei­nes Schlich­tungs­ver­fah­rens, das The­ma hat aber ins­ge­samt eher eine Rand­be­deu­tung.
  • The­ma Di­gi­ta­li­sie­rung: Hier ent­spann sich ein in­ten­si­ve­rer, prak­tisch an­ge­leg­ter Aus­tausch, u.a. mit ei­ner aus­führ­li­che­ren Dar­stel­lung der Pra­xis im Job­cen­ter Düs­sel­dorf. Teil­aspek­te der Dis­kus­si­on be­zo­gen sich auf den Weg­fall der phy­si­schen Ein­gangs­zo­ne, an­de­re Hil­fe­stel­lungs­an­sät­ze bei Be­an­tra­gung von Leis­tun­gen und Zu­sam­men­ar­beit von Job­cen­ter und Bürger*innen. Ho­me­of­fice, mo­bi­les Ar­bei­ten, Desk­s­ha­ring wa­ren u.a. Stich­wor­te der Dis­kus­si­on in­ter­ner Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on. Lö­sungs­we­ge für die di­gi­ta­le An­trag­stel­lung und Kom­mu­ni­ka­ti­on (u.a. Ent­wick­lung ei­ge­ner in­di­vi­du­el­ler Apps, aber auch das Be­schrei­ten ver­schie­de­ner So­cial me­dia-Ka­nä­le als Job­cen­ter) bil­de­ten ei­nen wei­te­ren Ge­gen­stand des Aus­tauschs.
    • Für die Er­hö­hung auch der di­gi­ta­len Er­reich­bar­keit durch alle Bürger*innen sind Job­cen­ter auch auf Netz­werk­part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen an­ge­wie­sen; bspw. Ar­beits­lo­sen und So­zi­al­be­ra­tun­gen, die Men­schen bei di­gi­ta­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on un­ter­stüt­zen; die­se könn­ten auch ei­nen Bei­trag leis­ten, dass Job­cen­ter ihre knap­pen Res­sour­cen stär­ker auf Au­gen­hö­he aus­rich­ten kön­nen.
    • Zwei­te „Er­kennt­nis“. Die Ver­än­de­run­gen müs­sen sehr früh­zei­tig be­gon­nen wer­den und ge­hen ra­scher vor­an. Da­her ist nicht die Zeit vor­han­den, auf zen­tra­le Lö­sun­gen für alle gE-Job­cen­ter etwa zu war­ten, son­dern es müs­sen ei­ge­ne Wege be­schrit­ten wer­den.
  • Alle an­we­sen­den Job­cen­ter in­ter­es­sier­ten sich für ei­nen Aus­tausch über die wei­ter­ge­hen­den Per­spek­ti­ven der Mo­dell­pro­jek­te, den Über­gang in das Re­gel­ge­schäft oder wie es auf ei­ner Kar­te for­mu­liert war: „Was kön­nen wir ret­ten?“. Al­ler­ers­te Über­le­gun­gen, etwa zur Fort­füh­rung ex­tern an­ge­mie­te­ter Räum­lich­kei­ten für ein Ge­sund­heits­haus und den da­mit ver­bun­de­nen Kos­ten­di­men­sio­nen (bspw. Jah­res­mie­ten und wei­te­re Sach­kos­ten) oder zur Bei­be­hal­tung an­ge­mes­se­ner und in den Mo­dell­vor­ha­ben wirk­sa­mer Be­treu­ungs­schlüs­sel von 1 : 12 bis 1 : 30 führ­ten im Aus­tausch im­mer wie­der auf die viel zu en­gen Bud­get­gren­zen im SGB II (in 2023 fak­tisch ge­gen­über dem Vor­jahr sin­kend; ein­zel­ne Job­cen­ter be­rich­te­ten da­von, meh­re­re Mil­lio­nen Euro we­ni­ger zur Ver­fü­gung zu ha­ben), die ein wirk­lich wirk­sa­me Ar­beit durch Neu­or­ga­ni­sa­ti­on in­tern im Job­cen­ter weit­ge­hend un­ter­bin­den.
    • Der Ein­druck für die Mo­de­ra­ti­on ent­stand, dass die Rea­li­tät der Ver­wal­tungs­haus­hal­te und Ein­glie­de­rungs­bud­gets eher die krea­ti­ve Lö­sungs­fin­dung un­ter­bin­det.
  • Ein wei­te­res Aus­tausch­in­ter­es­se: In­te­gra­ti­ons­fort­schrit­te ab­bil­den bzw. das Span­nungs­ver­hält­nis zwi­schen bis­he­ri­gen in vie­len Fäl­len nicht di­rekt zu er­rei­chen­der Ziel­di­men­sio­nen und der Ab­bil­dung tat­säch­lich er­reich­ter Teil­ha­be wur­de mit Blick auf den Ex­kurs am Nach­mit­tag zur Mes­sung von Be­schäf­ti­gungs­fä­hig­keit ver­scho­ben.

Stich­wor­te aus der Dis­kus­si­on zu Er­folgs­fak­to­ren (aus den Mo­dell­vor­ha­ben re­h­apro) für eine ge­lin­gen­de Ar­beit mit den Bürger*innen:

  • „Um­bau“ des Fall­ma­nage­ments in Rich­tung Ge­sund­heit
  • Ex­ter­ne Räu­me – neu­tra­ler Bo­den – Ge­sund­heits­haus ist ein Er­folgs­fak­tor (hier be­rich­te­te der Kol­le­ge des JC Ost­hol­stein von den dor­ti­gen Be­mü­hun­gen, über ein Ma­nage­ment mit Homeoffice/mobiler Ar­beit, Raum­ver­pflich­tun­gen ein­zu­spa­ren und die­se Ein­spa­run­gen um­zu­len­ken in die Ge­win­nung neu­tra­ler Räum­lich­kei­ten für ein Ge­sund­heits­haus)
  • (min­des­tens) 50% al­ler bis­he­ri­ger Kund*innen ha­ben mit und ohne Re­ha­be­darf in­ten­siv zu be­ar­bei­ten­de Ge­sund­heits­the­men
  • Netz­werk­ar­beit: ver­bind­li­che Part­ner fin­den und hal­ten
  • Kom­mu­na­le Be­tei­li­gung und Ko­ope­ra­ti­on beim The­ma Ge­sund­heits­un­ter­stüt­zung not­wen­dig

AG 1: Ko­ope­ra­ti­ve Ent­wick­lungs­pla­nung und in­di­vi­du­el­le Be­glei­tung

Dis­kus­si­on im Ple­num — Fra­gen und An­mer­kun­gen:

  • Wie kann per­spek­ti­visch eine Ver­ste­ti­gung aus­se­hen?

  •  Personal/Fachkräfte ste­hen jetzt im Pro­jekt zur Ver­fü­gung, aber was kann die dau­er­haf­te Lö­sung sein, wenn das Pro­jekt aus­läuft — Wel­che Ver­ste­ti­gung braucht wel­che Res­sour­cen, Gel­der, die von der Lei­tung ei­nes Job­cen­ters mit­ge­dacht und be­reit ge­stellt wer­den müs­sen?
  • Es braucht ei­nen Men­ta­li­täts­wan­del, ei­nen Pa­ra­dig­men­wech­sel: Das ist eine Auf­ga­be, die über Wis­sen, Kom­pe­ten­zen und eine ge­wis­se Hal­tung statt­fin­det, das kos­tet nicht viel. Die­se Ver­än­de­rung muss in­tern im Job­cen­ter wei­ter­ge­ge­ben und bei den Kräf­ten vor Ort ma­ni­fes­tiert wer­den.
  • Skep­sis dazu: Die­ser An­spruch des Men­ta­li­täts­wan­dels trifft auf Kolleg:innen mit ho­hen Fall­zah­len, die be­dient wer­den müs­sen. Wel­che Lö­sungs­an­sät­ze gibt es da­für?
  • Im Job­cen­ter Hal­le bie­ten Psy­cho­lo­gin­nen eine Qua­li­fi­zie­rung für Fach­kräf­te im Job­cen­ter an. Die­se wird von ei­ni­gen sehr po­si­tiv an­ge­nom­men.
  • Wei­te­res Bei­spiel aus der Pra­xis: In Leip­zig wer­den Schu­lun­gen zu „Hal­tung“ an­ge­bo­ten. Es geht um: Wozu sind wir da? Was ist un­se­re Auf­ga­be? Wo gren­zen wir uns ab? Die Schu­lung wur­de durch den be­rufs­psy­cho­lo­gi­schen Ser­vice an­ge­bo­ten.
  • Fra­ge: Reicht es, Schu­lun­gen durch­zu­füh­ren? Fra­ge: Was geht in­ner­halb der Gren­zen ei­nes Job­cen­ters?
  • Plä­doy­er: Sich nicht zu viel Zeit las­sen, um von „ich ver­wal­te mei­ne Fäl­le“ hin zu „ich ar­bei­te mit den Men­schen, für die ich ei­gent­lich da bin“ zu kom­men. Ein Groß­teil der Mit­ar­bei­ten­den hat den Wunsch, an­ders zu ar­bei­ten. Um das zu un­ter­stüt­zen, kann man Res­sour­cen und Rah­men­be­din­gun­gen än­dern.
  • Wel­che Rah­men­be­din­gun­gen das sein kön­nen, ist schwie­rig zu be­ant­wor­ten. Ein De­tail, wie Ver­än­de­run­gen in den Pro­zes­sen den Wan­del un­ter­stüt­zen könn­ten: Statt Ein­la­dungs­mails an den Kli­en­ten bzw. die Kli­en­tin zu sen­den, soll­te die Per­son di­rekt (te­le­fo­nisch) kon­tak­tiert wer­den, um ei­nen Ter­min zu ver­ein­ba­ren. Die­se Vor­ge­hens­wei­se ent­spricht ei­ner Hal­tung „auf Au­gen­hö­he“.
  • Als Bei­spiel für ver­än­der­te Rah­men­be­din­gun­gen dient auch das The­ma auf­su­chen­de Ar­beit: Häu­fig wird an­ge­nom­men, dass hier­für sehr viel Zeit ver­an­schlagt wer­den muss. Im Job­cen­ter Or­ten­au­kreis gab es noch nie die Si­tua­ti­on, dass Ge­sund­heits­coa­ches zum Kli­en­ten bzw. zur Kli­en­tin ge­fah­ren sind und die­se nicht an­ge­trof­fen ha­ben.
  • An­mer­kung: Das Be­wusst­sein, dass durch di­rek­ti­ve Ein­la­dun­gen Zeit ver­schwen­det wird und dass es an­de­re For­men der An­spra­che braucht, ist be­reits in der Brei­te an­ge­kom­men.

AG 2: Netz­werk­ar­beit und sys­te­ma­ti­sche Ko­ope­ra­ti­on

Pro­jek­te: PROGES, V‑I-T, Gesundheit4PunktZukunft

Wir bie­ten:

  • Netz­werk auf­bau­en, das lang­fris­tig trägt
  • Per­sön­li­ches Ken­nen­ler­nen von Part­nern, um Skep­sis ggü. Job­cen­tern ab­zu­bau­en
  • Ge­mein­sam mit TN zu In­itia­ti­ven / Ver­ei­nen / An­ge­bo­ten ge­hen
  • Ko­ope­ra­ti­ons­ge­sprä­che zur struk­tu­rel­len Zu­sam­men­ar­beit mit po­li­ti­schen Part­nern
  • Zu­sam­men­ar­beit mit DRV: Kli­ni­ken vor­stel­len, wie An­trä­ge auf me­di­zi­ni­sche Reha vereinfacht/ un­ter­stützt wer­den kön­nen
  • Per­spek­ti­ve: wel­che An­bin­dung brau­chen TN für Zeit nach dem Pro­jekt?
  • An­bin­dung an Ver­ei­ne der nie­der­schwel­li­gen Be­schäf­ti­gung
  • Un­ter­stüt­zung fin­den für Akut­fällt (z.B. SPDi) und ta­ges­struk­tu­rie­ren­de An­ge­bo­te

Bei­spie­le:

  • EUTB + UPD: Fach­per­spek­ti­ve rein­ho­len
  • Gute Ko­ope­ra­ti­on mit Ge­sund­heits­amt, Kli­ni­ken
  • Ver­tie­fung der Zu­sam­men­ar­beit mit ärzt­li­chem Dienst
  • Ko­ope­ra­ti­on mit VHS
  • Te­le­fo­ni­sche Fall­be­spre­chung mit ÄD / Psych. Dienst / Ho­no­rar­ärz­tin auf dem Flur
  • Food-Sha­ring-In­itia­ti­ven: Er­näh­rungs­be­ra­tun­gen
  • Psych­ia­trie­ko­or­di­na­ti­on „Im Boot“, Ba­sis für wei­te­re Ko­ope­ra­ti­on

Wir su­chen:

  • Er­hö­hung von Be­schäf­ti­gungs­fä­hig­keit: Wo­rauf zahlt das ein? Er­folgs­kri­te­ri­en im JC ?
  • Wie ent­ste­hen neue For­men der Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen JC und Trä­gern
  • Wel­che Ant­wor­ten kann Re­h­apro lie­fern in Be­zug auf Zu­sam­men­ar­beit JC – Trä­gern / Ver­än­de­rungs­maß­nah­men?
  • Wie ar­bei­ten künf­tig MA aus JC und JA zu­sam­men?
  • Wie kann man Hal­tun­gen ver­än­dern (zwi­schen JC und Trä­gern)?
  • Of­fen­heit und In­no­va­ti­on trifft auf Etabliertes/ Si­cher­heits­ori­en­tier­tes
  • In­wie­fern ist rechts­kreis­über­grei­fen­de Zu­sam­men­ar­beit ge­wollt?
  • „Frei­heit“ der Ver­ga­be in Re­h­apro vs. re­gu­lä­re Ver­ga­be­pra­xis SGB II
  • Nicht an­ge­bots­ge­trie­ben, son­dern be­darfs­ge­trie­ben
  • Per­so­nen­be­zo­ge­ne Bud­gets statt rechts­kreis­be­zo­ge­ne Bud­get
  • Ver­zah­nung SGB II und SGB IX, „Den­ken in Bud­get­töp­fen“ ver­hin­dert per­so­nen­zen­trier­tes Vor­ge­hen
  • Kran­ken­kas­sen „nicht ins Boot zu be­kom­men“
  • Wie fin­den TN Wege zu Ver­ei­nen und Selbst­hil­fe­grup­pen? Gro­ße Scheu

Wir ge­hen ge­mein­sam:

  • Wie ent­ste­hen „neue Teams“ mit ver­schie­de­nen Pro­fes­sio­nen / in­ter­dis­zi­pli­nä­res Team?
  • Weg­kom­men von „mei­ne“ und „dei­ne“ Themen/ Kli­en­ten
  • Er­kennt­nis­se aus re­h­apro müs­sen auf po­li­ti­scher Ebe­ne: Kom­mu­ne, Land, Bund
  • „Per­so­nal­schlüs­sel der Zu­kunft“: Ko­ope­ra­ti­on braucht Zeit
  • Kom­pe­ten­zen der PAPs im Be­reich Ge­sund­heit er­hö­hen
  • Wenn die Kli­en­ten ger­ne ins JC kom­men

Dis­kus­si­on im Ple­num — Fra­gen und An­mer­kun­gen:

  • Bei­spiel wird er­läu­tert: Kun­de wur­de ins Pro­jekt auf­ge­nom­men und fragt: „Das kann al­les das Job­cen­ter?“ Der Kun­de war be­ein­druckt und es war schön, zu er­le­ben, was Job­cen­ter leis­ten kön­nen. Es wäre toll, wenn das von re­h­apro „über­le­ben wür­de“.
  • Sol­che Ge­schich­ten sind eine Mög­lich­keit, den Pa­ra­dig­men­wech­sel zu be­glei­ten. Es gäbe die Mög­lich­keit, über so­cial me­dia sol­che Ge­schich­ten zu pu­bli­zie­ren („Job­cen­ter goes face­book“).
  • Es zeigt sich, dass be­stimm­te The­men in al­len Ar­beits­grup­pen auf­tau­chen. Das zeigt die Dring­lich­kei­ten auf und zeigt auch die Zu­sam­men­hän­ge und wo man an­set­zen muss.
  • Im The­men­feld I und II stell­te sich die Fra­ge: Wer ent­wi­ckelt Maß­nah­men-Aus­schrei­bun­gen auf­grund von wel­cher Be­darfs­er­he­bung? Was brau­chen die Kund:innen wirk­lich? Da­her ist eine Adres­sa­ten­be­tei­li­gung es­sen­ti­ell.
  • Bei­spiel, um an den Meinungen/Interessen der Kund:innen an­zu­knüp­fen: In Köln wur­de ein Kund:innenbeirat ins Le­ben ge­ru­fen, in dem un­ter­schied­li­che Al­ters­stu­fen, Ziel­grup­pen etc. ab­ge­bil­det sind.

AG 3: Ver­an­ke­rung von Ge­sund­heits­för­de­rung im Job­cen­ter

Dis­kus­si­on im Ple­num — Fra­gen und An­mer­kun­gen

  • Er­gän­zung aus der Ar­beits­grup­pe: Wich­tig ist die „Dia­lo­gi­sche Hal­tung“, d.h. Ar­bei­ten auf Au­gen­hö­he. Das ist Vor­aus­set­zung, um die Men­schen zu er­rei­chen.
  • Fra­ge: Was ist mit „Ab­gren­zung SGB II und V“ ge­meint? Das heißt: Die Ver­säu­lung soll auf­ge­bro­chen wer­den.
  • Hemm­fak­tor im Job­cen­ter: Soft­ware, die Er­fol­ge un­ter­halb ei­ner Ver­mitt­lung nicht ab­bil­det.
  • Struk­tu­ren wer­den ma­ni­fes­tiert durch ge­setz­li­che Re­ge­lun­gen und Vor­ga­ben. Bei­spiel: Die Ren­ten­ver­si­che­rung Hes­sen ist noch nicht di­gi­ta­li­siert, es feh­len Teil­ha­be­plä­ne. Das sind äu­ßer­li­che wid­ri­ge Um­stän­de. Auf kon­zep­tio­nel­len Tref­fen wer­den Ko­ope­ra­tio­nen und Ver­än­de­run­gen im täg­li­chen Ar­bei­ten zwar be­grüßt, aber es reicht nicht in die ope­ra­ti­ve Um­set­zung hin­ein.

AG 4: Lei­tungs­run­de

Im Ple­num wur­de knapp be­rich­tet, dass sich die zehn Lei­tungs­per­so­nen aus den an­we­sen­den Job­cen­tern über selbst­ge­nann­te ak­tu­el­le Schwer­punkt­the­men aus­ge­tauscht ha­ben. Der Raum am Vor­mit­tag konn­te für of­fe­ne Ge­sprä­che und In­spi­ra­tio­nen hin­sicht­lich ak­tu­el­ler Ent­wick­lun­gen und Be­rüh­rungs­punk­te der Bür­ger­geld­ge­setz­re­form mit den Mo­dell­vor­ha­ben re­h­apro ge­nutzt wer­den.

The­men über die ge­spro­chen wur­de:

  • Pro­zess­ge­stal­tung Bür­ger­geld­ge­setz auf Ebe­ne der Job­cen­ter,
  • Ent­wick­lung von Hal­tung,
  • Schlich­tungs­ver­fah­ren als Rand­the­ma,
  • Di­gi­ta­li­sie­rung und wei­te­re Ver­än­de­rungs­be­dar­fe las­sen kei­ne Zeit um auf zen­tra­le Lö­sun­gen für alle gE-Job­cen­ter zu war­ten,
  • in­ter­ne und ex­ter­ne Räu­me,
  • Wie ge­lingt es, In­te­gra­ti­ons­fort­schrit­te ab­zu­bil­den?

Auch die the­ma­ti­sier­ten Er­folgs­fak­to­ren aus den Mo­dell­vor­ha­ben re­h­apro für eine ge­lin­gen­de Ar­beit mit den Bürger*innen, wur­den auf Nach­fra­ge aus dem Pu­bli­kum im Ple­num be­nannt.

In vie­len Bei­trä­gen wur­de be­tont, dass die mit dem Bür­ger­geld­ge­setz ver­bun­de­ne ver­än­der­te Hal­tung be­reits seit Jah­ren ih­ren Weg in die Pra­xis ge­fun­den hat. In Re­h­apro spielt sie in der Zu­sam­men­ar­beit mit den auf Un­ter­stüt­zung an­ge­wie­se­nen Men­schen be­reits eine gro­ße Rol­le, aber auch in vie­len an­de­ren Be­rei­chen bis hin zur Leis­tungs­ab­tei­lung. Dies wird nun­mehr durch das neue Ge­setz le­gi­ti­miert und kann da­durch an­ders ge­fes­tigt wer­den.

Alle an­we­sen­den Job­cen­ter in­ter­es­sier­ten sich für ei­nen Aus­tausch über die wei­ter­ge­hen­den Per­spek­ti­ven der Mo­dell­pro­jek­te, den Über­gang in das Re­gel­ge­schäft oder wie es auf ei­ner Kar­te for­mu­liert war: „Was kön­nen wir ret­ten?“.

Dis­kus­si­on im Ple­num — Fra­gen und An­mer­kun­gen:

  • The­ma aus der Grup­pen­ar­beit mit der Lei­tungs­run­de: Wie kann man Din­ge ver­ste­ti­gen? Zen­tra­le Fra­ge: Was kann ein Job­cen­ter NICHT al­lei­ne? Wich­tig ist, von An­fang an Netz­werk­ar­beit mit­zu­den­ken. Ein Job­cen­ter muss sa­gen „Wir brau­chen eure Un­ter­stüt­zung“ und muss auf die­se Stel­len zu­ge­hen, auch wenn das nicht mit ei­nem Bud­get ab­ge­deckt ist.
  • [Be­zug blaue Kärt­chen aus der Lei­tungs­run­de] Die Lei­tungs­run­de macht sich Ge­dan­ken bzgl. Fort­füh­rung und kon­kre­ter Ge­stal­tung (z.B. Ge­sund­heits­zen­trum, Raum­ge­stal­tung, neu­tra­ler Bo­den). Aber es stel­len sich noch vie­le Fra­gen bzgl. Um­setz­bar­keit.
  • Es wird deut­lich: Na­he­zu alle im SGB II brau­chen Un­ter­stüt­zung im Be­reich Ge­sund­heit. Aber: Wie soll das künf­tig im Job­cen­ter auf­ge­grif­fen wer­den? Was ist fi­nan­zier­bar?
  • Rück­mel­dung aus der Lei­tungs­run­de: Es ist wich­tig, Bud­gets so zu ge­stal­ten, dass eine Ver­ste­ti­gung mög­lich ist.
  • Es muss mög­lich sein, dem Job­cen­ter po­si­ti­ve Ef­fek­te durch „Ar­beit an Ge­sund­heit“ zu­schrei­ben zu kön­nen.
  • Es wird über Lö­sungs­mög­lich­kei­ten nach­ge­dacht, auch in fi­nan­zi­el­ler Hin­sicht. Der er­for­der­li­che Pa­ra­dig­men­wech­sel und ers­te Ideen dazu wur­den be­nannt.
  • Fra­ge: 2017 hat das IAB be­reits ähn­li­che Er­geb­nis­se ver­öf­fent­licht, wie wir sie heu­te dis­ku­tiert ha­ben. Wie be­kom­men wir die Er­kennt­nis­se in die Um­set­zung? Wis­sen­schaft­li­che Be­glei­tung kann eine sys­te­ma­ti­sche Auf­be­rei­tung und die Her­stel­lung in­halt­li­cher Zu­sam­men­hän­ge an­bie­ten. Das kann wie­der­um in eine kom­mu­ni­zier­ba­re Stra­te­gie mü­den, die an po­li­ti­sche Stel­len wei­ter­ge­ge­ben wird. Die hier be­tei­lig­ten In­sti­tu­te der wis­sen­schaft­li­chen Be­glei­tung bün­deln die Er­kennt­nis­se re­gel­mä­ßig und kön­nen sie für die Part­ner sys­te­ma­tisch auf­be­rei­ten.
  • Idee: wei­te­res Ver­net­zungs­tref­fen un­ter Ein­bin­dung der po­li­ti­schen Ent­schei­dungs­ebe­ne

Per­spek­ti­ven SGB II: Be­schäf­ti­gungs­fä­hig­keit mess­bar ma­chen – geht das? Ein Im­puls aus re­h­apro + wei­te­ren Pro­jek­ten / Pro­gram­men

  • Wie beim letz­ten Mal wer­den die do­ku­men­tier­ten Er­geb­nis­se auf die­ser Web­sei­te zu­gäng­lich ge­macht.
  • Ein­hel­lig wer­den In­halt und Form des Fach­fo­rums als frucht­bar und nütz­lich be­wer­tet.
  • Eine Fort­füh­rung in ähn­li­cher Form am glei­chen Ort trifft auf ho­hen Zu­spruch.
    In­halt­lich wird der Wunsch ge­äu­ßert, dann auch wie­der auf Mo­dell­vor­ha­ben bzw. Ver­tre­tun­gen aus Job­cen­tern zu tref­fen, de­ren Mo­dell­vor­ha­ben (der 1. För­der­wel­le) dann schon be­en­det wor­den sind. Span­nend wäre es, zu er­fah­ren was in wel­cher Art und Wei­se tat­säch­lich in der je­wei­li­gen Job­cen­ter­pra­xis auf­ge­grif­fen, fort­ge­führt, trans­fe­riert wer­den konn­te.
  • Un­ter­stüt­zung fin­det auch der Vor­schlag, das BMAS, na­ment­lich Staats­se­kre­tär Dr. Schmach­ten­berg (so­wie das zu­stän­di­ge Fach­re­fe­rat und wei­te­re wich­ti­ge Ak­teu­re des Bun­des­pro­gramms re­h­apro und mög­li­cher­wei­se auch Bun­des­fach­po­li­tik) zum Spät­som­mer / Früh­herbst 2023 ein­zu­la­den zum The­ma: Ver­ste­ti­gung – Trans­fer po­si­ti­ver Er­kennt­nis­se in die Pra­xis der Job­c­en­ter­ar­beit aus­ge­hend von den be­reits vor­lie­gen­den Er­kennt­nis­sen.
  • Es wird der Wunsch ge­äu­ßert, da­bei auch auf qua­li­ta­ti­ve Er­geb­nis­se ne­ben quan­ti­ta­ti­ven Er­geb­nis­sen zu ach­ten.
  • Der For­schungs­ver­bund re­h­apro nimmt dies als Auf­trag mit, zu ver­su­chen, eine sol­che Ver­an­stal­tung zu or­ga­ni­sie­ren. In­tern wird zeit­nah be­ra­ten wer­den, wie eine sol­che Ver­an­stal­tung aus­se­hen könn­te.

Die vor­lie­gen­de Do­ku­men­ta­ti­on be­inhal­tet die Prä­sen­ta­tio­nen so­wie Mit­schrif­ten der wis­sen­schaft­li­chen Be­glei­tung zu den dis­ku­tier­ten The­men. Bit­te ge­ben Sie uns über un­ten­ste­hen­des For­mu­lar Rück­mel­dung, wenn die Sei­te In­for­ma­tio­nen ent­hält, die kor­ri­giert wer­den soll­ten. Herz­li­chen Dank!

Feh­ler: Kon­takt­for­mu­lar wur­de nicht ge­fun­den.

[content_control roles="subscriber" class="custom-css-class" message="Um wei­te­re In­hal­te zu se­hen, müs­sen Sie sich an­mel­den"] Die­se In­hal­te sind nur für die Veranstalter*innen sicht­bar, Teil­neh­men­de aus Pro­jek­ten / Job­cen­tern er­hal­ten kei­nen Zu­gang

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