Fach­fo­rum
"Job­cen­ter der Zu­kunft I"

15. Juni 2022, 8:30–16:00 Uhr

Seit zwei Jah­ren ar­bei­ten wir im For­schungs­ver­bund re­h­apro zu­sam­men, tau­schen uns un­ter­ein­an­der fach­lich aus und den­ken, wo mög­lich, bei Er­he­bun­gen und Un­ter­su­chungs­an­sät­zen zu­sam­men. Die­ser For­schungs­ver­bund be­steht aus den fol­gen­den Part­nern:

  • La­waetz-Stif­tung Ham­burg (Gast­ge­be­rin des Fo­rums)
  • In­sti­tut für so­zi­al­päd­ago­gi­sche For­schung – ism – Mainz
  • In­sti­tut für Tech­no­lo­gie und Ar­beit – ITA – Kai­sers­lau­tern
  • In­sti­tut für So­zi­al­öko­no­mi­sche Struk­tur­ana­ly­sen – SÖSTRA – Ber­lin

Nun konn­ten wir mit un­se­rem ers­ten Fach­fo­rum ei­nen über­schau­ba­ren und "ge­schütz­ten" Rah­men eta­blie­ren, in dem sich Pro­jekt­lei­tun­gen, Lei­tun­gen wich­ti­ger Ak­teu­re und Lei­tun­gen der be­tei­lig­ten Job­cen­ter of­fen und vor­be­halt­los zu The­men rund um die Mo­dell­vor­ha­ben re­h­apro, die von die­sen For­schungs­part­nern be­glei­tet wer­den, aus­tau­schen und ge­gen­sei­tig be­fruch­ten konn­ten.

Die vor­lie­gen­de Do­ku­men­ta­ti­on be­inhal­tet die Prä­sen­ta­tio­nen al­ler Teil­neh­men­den so­wie Mit­schrif­ten der wis­sen­schaft­li­chen Be­glei­tung zu den dis­ku­tier­ten The­men. Im Nach­gang ist die Ent­wurfs­fas­sung an alle Teil­neh­men­den ge­gan­gen. Rück­mel­dun­gen wur­den ein­ge­ar­bei­tet, und alle Teil­neh­men­den sind über die fi­na­le Fas­sung in­for­miert wor­den. 

Do­ku­men­ta­ti­on

Will­kom­men

  • Will­kom­men durch Peer Gill­ner (La­waetz Stif­tung) [Prä­sen­ta­ti­on her­un­ter­la­den]
  • Ein­füh­rung in den Tag: Mi­cha­el Se­lig­mann und Va­nes­sa Ku­bek (u.a. mit herz­li­chem Dank vor­ab an die La­waetz-Stif­tung für die Räum­lich­kei­ten und das Ca­te­ring)
    • Ziel des heu­ti­gen Ta­ges:
    • In ei­nem „ge­schütz­ten“ und über­schau­ba­ren Rah­men, vor­be­halt­los aus­tau­schen und in Dis­kus­si­on ge­hen, Kon­tak­te knüp­fen und ver­traut wer­den.
    • Die­se Ver­an­stal­tung wird als Auf­takt be­grif­fen, sich ken­nen zu ler­nen, An­re­gun­gen mit­zu­neh­men und in ei­nem wirk­li­chen Aus­tausch­mit­ein­an­der zu kom­men.
    • Das al­les mit der Per­spek­ti­ve des Trans­fers aus den Mo­dell­pro­jek­ten und der Ver­än­de­rung der Ar­beit in den Job­cen­tern.
    • War­um zum jet­zi­gen Zeit­punkt?
    • Es gibt eine Atem­pau­se der Pan­de­mie.
    • In den letz­ten zwei Jah­ren ist trotz Lock­downs und Re­strik­ti­on be­reits sehr vie­les ge­lun­gen.
    • Es star­ten zu­dem wei­te­re Mo­dell­pro­jek­te der zwei­ten För­der­wel­le bzw. sind ge­star­tet und ste­hen am An­fang (und kön­nen vllt. pro­fi­tie­ren von Er­fah­run­gen der län­ger lau­fen­den und die­se wie­der­um von Ideen der neu star­ten­den).
    • Eine neue Bun­des­re­gie­rung hat ihre Ar­beit auf­ge­nom­men. Im Ko­ali­ti­ons­ver­trag ist ver­ein­bart, das SGB II sehr deut­lich und fast schon grund­le­gend zu re­for­mie­ren.
    • Das Bür­ger­geld soll ganz­heit­lich, in­di­vi­du­ell und durch Nut­zung an­de­rer In­stru­men­te an­de­rer SGBs durch­läs­sig wer­den; Stich­wort „Teil­ha­be­ver­ein­ba­rung“. Dazu wird qua­li­fi­zier­tes (und mehr) Per­so­nal be­nö­tigt (sagt die Ko­ali­ti­ons­ver­ein­ba­rung aus Ende 2021). Aus­drück­lich be­nannt wird, die Ziel­steue­rung des SGB II zu ver­än­dern und Nach­hal­tig­keit, so­zia­le Sta­bi­li­sie­rung und Teil­ha­be auf­zu­neh­men. Ex­pli­zit er­wähnt ist, aus den Er­fah­run­gen mit den re­h­apro-Mo­dell­vor­ha­ben her­aus, die prä­ven­ti­ve Ge­sund­heits­för­de­rung in den Job­cen­tern zu stär­ken.
    • Zi­tat aus der Ko­ali­ti­ons­ver­ein­ba­rung: „Das Bür­ger­geld stellt die Po­ten­zia­le der Men­schen und Hil­fen zur nach­hal­ti­gen In­te­gra­ti­on in den Ar­beits­markt in den Mit­tel­punkt und er­mög­licht ge­sell­schaft­li­che Teil­ha­be. Die ge­setz­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen ver­än­dern wir so, dass künf­tig eine Be­ra­tung auf Au­gen­hö­he mög­lich ist und eine Ver­trau­ens­be­zie­hung ent­ste­hen kann.“ (Z. 2493ff.)
  • Vor­stel­lung For­schungs­ver­bund
  • Cha­rak­te­ris­ti­ka der teil­neh­men­den Pro­jek­te
    • Un­ter den heu­te hier ver­sam­mel­ten Mo­dell­vor­ha­ben, die durch un­se­ren For­schungs­ver­bund be­glei­tet wer­den, fin­det sich eine gro­ße Band­brei­te der mit re­h­apro ein­ge­lei­te­ten Job­cen­ter-Ar­beit auf neu­en We­gen: Bspw. Häu­ser der Ge­sund­heit (als De­pen­dance des Job­cen­ters oder be­gon­nen als per­spek­ti­vi­scher Ort für di­ver­se Ge­sund­heits­ak­teu­re); Pro­jek­te, in de­nen das Kern­team al­lein aus dem Job­cen­ter kommt (oder aus meh­re­ren), Pro­jek­te, in de­nen das Kern­team aus Job­cen­ter und Kom­mu­ne be­steht, Pro­jek­te, in de­nen das Kern­team aus Job­cen­ter und meh­re­ren Ak­teu­ren u.a. auch be­auf­trag­ten Trä­gern be­steht, Pro­jek­te, in de­nen das Kern­team aus be­auf­trag­ten Trä­gern ge­bil­det wird (mit ei­ner An­bin­dung an das Job­cen­ter).
    • Es fin­den sich Mo­dell­pro­jek­te, in de­nen es eine Ver­ant­wor­tungs­ge­mein­schaft Pro­jekt­team gibt (Job­cen­ter – Coa­ching (Trä­ger) – med./psych. Ak­teur und Mo­dell­pro­jek­te, in de­nen im­pli­zit an ei­ner „Ver­ant­wor­tungs­ket­te“ (Be­griff ge­prägt von Klaus Sie­ge­roth, REGE Bie­le­feld in Zu­sam­men­hang mit Ju­gend­be­rufs­agen­tu­ren) ge­ar­bei­tet wird.
    • Es fin­den sich schließ­lich klei­ne Teams aus 3 – 6 Fach­leu­ten bis hin zu sehr gro­ßen Pro­jekt­teams von 60 ope­ra­tiv Tä­ti­gen im Mo­dell­vor­ha­ben.

Vor­stel­lung der Pro­jek­te

1. JC Düs­sel­dorf & Mett­mann: Ge­sund und Ak­tiv – aus ei­ner Hand GesA

[Prä­sen­ta­ti­on her­un­ter­la­den]

In der Dis­kus­si­on an­ge­spro­che­ne Punk­te:

  • Ver­län­ge­rung um 6 Mo­na­te an­ge­strebt
  • Team ar­bei­tet über­grei­fend, so­wohl in Düs­sel­dorf als auch in Mett­mann
  • Kom­bi­na­ti­on aus JC in ei­ner Groß­stadt und JC aus ei­nem eher länd­li­chen Raum, mit 10 Städ­ten
  • Räum­lich­kei­ten konn­ten wäh­rend der Pan­de­mie nur ein­ge­schränkt ge­nutzt wer­den
  • Vie­le Grup­pen­an­ge­bo­te: Ge­sund­heit und Stär­kung der Selbst­wirk­sam­keit
  • Vie­le ei­ge­ne Kur­se
  • Ko­ope­ra­ti­on mit Sport­ver­ein
  • Teil­neh­men­de hel­fen Teil­neh­men­den: PC & In­ter­net-Nut­zung, Krea­ti­ves Schrei­ben
  • Schu­lun­gen: Um­gang mit psy­chisch kran­ken Men­schen => Än­de­rung der Ge­sprächs­füh­rung
  • Ver­bleib im Pro­jekt: 12 Mo­na­te soll­te der Re­gel­fall sein, üb­li­cher­wei­se wa­ren es aber 18 bis 24 Mo­na­te
  • Zu­gang er­folgt über Ar­beits­ver­mitt­ler, die­se stel­len das Pro­jekt vor
  • Über AVGS As­sess­ment mit Hand­lungs­emp­feh­lun­gen, die im Pro­jekt adres­siert wer­den
  • Kun­den­ak­qui­se ist ein stän­di­ger Kampf, im­mer wie­der muss er­in­nert wer­den, da das Pro­jekt nicht die höchst­prio­ri­sier­te Ziel­grup­pe adres­siert
  • Re­gel­mä­ßi­ge Tage der of­fe­nen Tür alle 3 bis 4 Mo­na­te für Ar­beits­ver­mitt­ler, nur Pa­pier reicht nicht aus

2. JC Kreis Plön: Po­ten­ti­al­ent­wick­lung für ar­beits­lo­se Men­schen zur Neu­ori­en­tie­rung – PaN (zu­sam­men mit Brü­cke SH)

[Prä­sen­ta­ti­on her­un­ter­la­den]

In der Dis­kus­si­on an­ge­spro­che­ne Punk­te (Ent­wurf Stand 23.06.2022)

  • Zwei Ta­ges­kli­ni­ken spie­len eine wich­ti­ge Rol­le im Pro­jekt
  • 4 Zy­klen mit je­weils 12 Mo­na­ten Dau­er, cur­ri­cu­lar vor­ge­ge­be­ne Mo­dul­struk­tur
  • 15 Teil­neh­men­de je Zy­klus; ak­tu­ell sind noch 11 Teil­neh­men­de da­bei, vor­her wa­ren es ca. 12 / 13, die bis zum Ende da­bei blie­ben
  • Nut­zung u.a. ei­ner Werk­statt zur Ar­beits­dia­gnos­tik
  • Grup­pen- und So­zi­al­räu­me vor­han­den
  • Ziel­grup­pe: Men­schen mit psy­chi­scher Er­kran­kung und vor­her­ge­hen­dem Ta­ges­kli­nik­auf­ent­halt
  • Ziel der Teil­nah­me ist nicht die Er­rei­chung ei­ner so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Be­schäf­ti­gung
  • 6 Mo­na­te wer­den für Prak­ti­ka und Job­coa­ching ge­nutzt; Prak­ti­ka wer­den so­wohl von den Teil­neh­men­den sel­ber ak­qui­riert, aber Pro­jekt kann auch auf ei­ge­ne Kon­tak­te zu­rück­grei­fen falls not­wen­dig
  • Ar­beits­pro­zes­se sol­len mög­lichst im So­zi­al­raum statt­fin­den
  • Ko­ope­ra­ti­on mit Kran­ken­kas­sen: DAK bie­tet Se­mi­na­re an, die Ko­ope­ra­ti­on wur­de be­reits vor Pro­jekt­be­ginn ver­ein­bart

3. JC Hal­le: Geh vor! Ge­sund­heit hat Vor­fahrt

[Prä­sen­ta­ti­on her­un­ter­la­den]

In der Dis­kus­si­on an­ge­spro­che­ne Punk­te:

  • Teil­nah­me so­wohl mit als auch ohne ärzt­li­ches Gut­ach­ten mög­lich
  • Selbst­wirk­sam­keit und Ei­gen­mo­ti­va­ti­on sehr wich­tig für eine Teil­nah­me
  • Von Vor­teil, dass es An­lauf­stel­len au­ßer­halb des JC gibt
  • Der­zeit 32 Teil­neh­men­de, Be­treu­ungs­schlüs­sel ca. 1:12
  • Ein Ge­samt­bud­get im Pro­jekt wäre hilf­rei­cher ge­we­sen als der­zeit die Ein­zel­bud­gets al­ler Pro­jekt­part­ner
  • An­ge­bo­te sind we­sent­lich nied­rig­schwel­li­ger als ur­sprüng­lich er­war­tet
  • The­men wer­den von den In­te­gra­ti­ons­fach­kräf­ten ab­ge­fragt, und mit den Er­geb­nis­sen wer­den Fort­bil­dun­gen ge­stal­tet und um­ge­setzt
  • Der­zeit ca. 40 Per­so­nen auf War­te­lis­te
  • Nach­be­treu­ung von Teil­neh­men­den gibt es erst seit Au­gust, und es gab 10 Ver­län­ge­run­gen über die ge­plan­te Teil­nah­me­dau­er von 12 Mo­na­ten hin­aus

4. JC Frank­furt: PROGES

[Prä­sen­ta­ti­on her­un­ter­la­den]

In der Dis­kus­si­on an­ge­spro­che­ne Punk­te (Ent­wurf Stand 23.06.2022)

  • Ein­zel­bü­ros für je­den Job­coach
  • Pro­jekt­um­set­zung in Ei­gen­re­gie, kei­ne Pro­jekt­part­ner
  • Nach 2,5 Jah­ren halb so vie­le Teil­neh­men­de wie zu die­sem Zeit­punkt ur­sprüng­lich er­war­tet (770 TN)
  • Ur­sprüng­lich nicht ge­plant, doch im Pro­jekt­ver­lauf man­gels an­de­rer An­ge­bo­te Ent­wick­lung er­gän­zen­der Grup­pen­an­ge­bo­te
  • Spa­zier­gän­ge gut für Men­schen mit psy­chi­schen Pro­ble­men, da das Ge­bäu­de des JC Ängs­te aus­lö­sen kann

5. JC Köln: Se­gel set­zen – Ha­fen Köln

[Prä­sen­ta­ti­on her­un­ter­la­den]

In der Dis­kus­si­on an­ge­spro­che­ne Punk­te (Ent­wurf Stand 23.06.2022)

  • Ziel: Men­schen auf dem Weg zur be­ruf­li­chen Reha un­ter­stüt­zen und be­glei­ten
  • Ko­ope­ra­tio­nen mit Part­nern, die die Pro­jekt­ziel­grup­pe gut ken­nen
  • Durch­schnitt­li­che Teil­nah­me­dau­er 18 Mo­na­te, mehr als er­war­tet
  • DRV wur­de zwei Jah­re lang ver­sucht mit an Bord zu ho­len, bis­lang er­folg­los

6. JC Leip­zig: Sa­nus LE – Ge­sund in Leip­zig

[Prä­sen­ta­ti­on her­un­ter­la­den]

In der Dis­kus­si­on an­ge­spro­che­ne Punk­te:

  • Von 620 be­treu­ten Kund*innen am JC fan­den sich 417 für die frei­wil­li­ge Pro­jekt­teil­nah­me, bis­lang 68 Aus­trit­te bzw. Ab­brü­che
  • Vi­deo ver­füg­bar:     Vi­deo
  • Soft­ware zur Ver­wal­tung der Netz­wer­ke: OneN­ote

7. JC Leip­zig: LIPSY

[Prä­sen­ta­ti­on her­un­ter­la­den]

In der Dis­kus­si­on an­ge­spro­che­ne Punk­te (Ent­wurf Stand 23.06.2022)

  • War­te­lis­te mit 80 Kund*innen, kei­ne Pro­ble­me mit Zu­lauf
  • Psy­cho­lo­gi­sches Scree­ning: Selbst­aus­fül­lung durch Kund*innen; an­schlie­ßend psy­cho­lo­gi­sches As­sess­ment
  • Fra­ge zu den Ge­lin­gens­fak­to­ren für die Zu­steue­rung wur­de als The­ma für den Nach­mit­tag für die Ar­beits­grup­pen / The­men­ti­sche no­tiert

8. JC Aa­chen, Dü­ren und Kreis Heins­berg: re­h­apro Eu­re­gio rpE

[Prä­sen­ta­ti­on her­un­ter­la­den]

In der Dis­kus­si­on an­ge­spro­che­ne Punk­te (Ent­wurf Stand 23.06.2022)

  • Ei­ge­ner me­di­zi­ni­scher Part­ner im Pro­jekt
  • Kom­ple­xes Part­ner­netz­werk
  • Ver­such, Ter­mi­ne kun­den­nah um­zu­set­zen, fall­wei­se auch auf­su­chend
  • 3 in­vol­vier­te JC, ca. 40 Ak­teu­re ins­ge­samt
  • Pla­nungs­zah­len: Ein­ström 2160, Durch­ström 720, Aus­ström 530 Kund*innen
  • Ziel: Auf­nah­me ei­ner po­ten­ti­al­ge­rech­ten Be­schäf­ti­gung
  • Mo­ti­va­ti­on und Frei­wil­lig­keit zen­tral
  • Der me­di­zi­ni­sche Trä­ger ist auch in der Lage zu prü­fen, ob Teil­neh­men­de un­ter wel­chen Be­din­gun­gen ar­bei­ten kön­nen
  • Be­ob­ach­tung: län­ge­rer Ver­bleib der Teil­neh­men­den in den Pha­sen => ge­rin­ge­re Fall­zah­len
  • Über­tra­gung des hol­län­di­schen Kon­zepts auf Deutsch­land braucht noch An­pas­sung
  • DARIUS (?) wird zum Pro­fil­ing ein­ge­setzt, erst ab Pha­se II sind die Ver­blei­ben­den dann Teil­neh­men­de des Pro­jek­tes

9. JC Ost­hol­stein: Ich – Ich habe eine Chan­ce

[Prä­sen­ta­ti­on her­un­ter­la­den]

In der Dis­kus­si­on an­ge­spro­che­ne Punk­te (Ent­wurf Stand 23.06.2022)

  • 2 Ge­sund­heits­häu­ser ein­ge­rich­tet
  • 6 Mit­ar­bei­ten­de so­wie eine Ho­no­rar­ärz­tin zur Be­gut­ach­tung
  • Pro­ble­me, neue Kund*innen zu be­kom­men; selbst die schon run­ter­ge­setz­ten Fall­zah­len kön­nen nicht er­reicht wer­den
  • Kund*innen de­fi­nie­ren die The­men von Kur­sen sel­ber

10. JC Or­ten­au­kreis: Ge­sund­heit 4 Punkt Zu­kunft (mit Agi­lE­vent)

[Prä­sen­ta­ti­on on­line an­schau­en]

In der Dis­kus­si­on an­ge­spro­che­ne Punk­te (Ent­wurf Stand 23.06.2022)

  • An­ge­streb­te Fall­zah­len müs­sen ggf. an­ge­passt wer­den, falls Fall­kon­stel­la­tio­nen kom­ple­xer sind als er­war­tet
  • 53 Kom­mu­nen im Land­kreis
  • Fra­ge bspw. in Be­zug auf Er­fah­run­gen mit dem er­for­der­li­chen Sprach­ni­veau (bspw. In Be­zug auf Ge­flüch­te­te aus der Ukrai­ne)

11. JC May­en-Ko­blenz: Ak­tiV­o­R­eha

[Prä­sen­ta­ti­on her­un­ter­la­den / Fly­er her­un­ter­la­den]

In der Dis­kus­si­on an­ge­spro­che­ne Punk­te:

  • Lauf­zeit 01.11.2021 bis 31.10.2026
  • 1500 Fall­ana­ly­sen (Fach­arzt für Ar­beits­me­di­zin, Psy­cho­lo­ge, In­te­gra­ti­ons­fach­kraft), da­von mün­den 500 TN in das Pro­jekt ein; 1000 Kli­en­ten er­hal­ten eine Emp­feh­lung für das wei­te­res Vor­ge­hen im Rah­men der Be­treu­ung Markt und In­te­gra­ti­on
  • 500 TN pro­fi­tie­ren für 6 Mo­na­te von ei­ner In­ten­siv­be­treu­ung und the­ra­peu­ti­schen Ein­zel- und Grup­pen­coa­chings mit psy­cho­edu­ka­tiv-in­no­va­ti­ven In­hal­ten. Im Fal­le ei­ner Ar­beits­auf­nah­me kann eine Nach­be­treu­ung durch die In­ten­siv­be­treu­ung in An­spruch ge­nom­men wer­den. Es wird eine APP mit prä­ven­ti­vem, ge­sund­heits­för­der­li­chem Cha­rak­ter ent­wi­ckelt und zu Nut­zung für alle Be­tei­lig­ten be­reit­ge­stellt wer­den
  • Das Pro­jekt be­inhal­tet ein Mo­dul zum The­ma Sen­si­bi­li­sie­rung von Ar­beit­ge­bern zwecks Ent­stig­ma­ti­sie­rung von Arbeitnehmer*innen mit psy­chi­schen Be­ein­träch­ti­gun­gen in Form von Coa­chings, Work­shops und Kon­gres­sen
  • Her­aus­for­de­run­gen: Steue­rungs­pro­zes­se im ope­ra­ti­ven Be­reich

12. JC Ucker­mark: GECKO

[Prä­sen­ta­ti­on her­un­ter­la­den]

In der Dis­kus­si­on an­ge­spro­che­ne Punk­te (Ent­wurf Stand 23.06.2022)

  • 10% Ar­beits­lo­sen­quo­te, dünn be­sie­delt
  • Dia­lo­gi­scher Spa­zier­gang als wich­ti­ges In­stru­ment (bzw. walk & talk) für eine dia­lo­gi­sche Pro­zess­be­ra­tung
  • Schritt-für-Schritt-Ver­ein­ba­run­gen

Zu­sam­men­fas­sung zu den Stär­ken der Pro­jek­te

Vor­tei­le für Teil­neh­men­de

  • Ge­sund­heit im Fo­kus (bei er­wei­ter­tem Ge­sund­heits­be­griff)
  • Frei­wil­lig­keit
  • Teil­ha­be­ori­en­tie­rung
  • Teil­neh­men­de kön­nen sich auf sich selbst kon­zen­trie­ren
  • Res­sour­cen­ori­en­tie­rung und da­mit weg vom De­fi­zit­an­satz
  • An­ge­bo­te zur Selbst­ori­en­tie­rung / Selbst­hil­fe
  • An­wen­dung in­di­vi­dua­li­sier­ter be­darfs­ori­en­tier­ter An­sät­ze
    • neue Me­tho­den
      • Ver­trau­en als Ba­sis der Zu­sam­men­ar­beit
      • in­ter­dis­zi­pli­nä­re Fall­be­ra­tung
      • Agie­ren im ge­schütz­ten Raum
      • Auf­su­chen­der An­satz
      • Peers
      • Nut­zung di­gi­ta­ler In­stru­men­te (Apps)
      • Teil­neh­men­de wer­den „an die Hand ge­nom­men“
    • Mit­wir­kungs­mög­lich­keit der Teil­neh­men­den
    • durch er­wei­ter­ten Ge­sund­heits­be­griff (Stich­wort Ganz­heit­li­che Be­trach­tung) auch Be­ar­bei­tung wei­te­rer Pro­blem­la­gen
    • An­knüp­fen an Le­bens­wirk­lich­keit der Teil­neh­men­den
    • Nied­rig­schwel­lig­keit
    • Ge­rin­ger Be­treu­ungs­schlüs­sel
    • Schaf­fung „neu­tra­ler“ und em­powern­der Räum­lich­kei­ten (bspw. ei­ge­ne Eta­ge in re­prä­sen­ta­ti­ven Bü­ro­kom­plex oder in Wohn­be­bau­ung un­ter ei­ge­nem Logo bspw. der Über­schrift „Haus der Ge­sund­heit“)
  • Er­geb­nis­of­fen­heit: Weg­nah­me von Druck, da kein Ver­mitt­lungs­zwang
  • Auch Be­treu­ung von Ar­beit­ge­bern
  • Ex­pe­ri­men­tier­cha­rak­ter der Pro­jekt­ar­beit (was funk­tio­niert gut; was funk­tio­niert aus wel­chen Grün­den nicht)
  • Viel­falt der An­ge­bo­te
  • Fle­xi­ble Teil­nah­me­dau­er, z. T. Mög­lich­keit der Nach­be­treu­ung (nach Be­darf)
  • Früh­zei­ti­ges Er­ken­nen von Pro­blem­la­gen; da­mit schnel­le­re Re­ak­ti­on inkl. Ein­mün­den in das Hil­fe­sys­tem mög­lich
  • Ent­wick­lung von Ori­en­tie­rung und nach­hal­ti­gen Zu­kunfts­per­spek­ti­ven für die ein­zel­nen Teil­neh­men­den
  • Ver­mitt­lung in Be­schäf­ti­gung ist mög­lich (auch bei psy­chisch Kran­ken)

Vor­tei­le für die Netz­werk­ar­beit (Selbst­ver­ständ­nis des Pro­jek­tes als ver­netz­ter So­zi­al­raum)

  • Rechts­kreis­über­grei­fen­der und rechts­kreis­ver­bin­den­der An­satz (z. B. SGB II, III, V, VI und VIII, IX und XII)
  • Viel­zahl an kom­pe­ten­ten Part­nern (nicht mehr nur Kon­zen­tra­ti­on auf Wei­ter­bil­dung / Be­schäf­ti­gung)
  • Sys­te­ma­ti­scher Ein­be­zug von Ak­teu­ren des Ge­sund­heits­sys­tems
  • Auf­wer­tung des Job­cen­ters durch die Mo­dell­vor­ha­ben aus der Per­spek­ti­ver von Part­nern (z. B. das Job­cen­ter geht von sich aus auf Part­ner zu)
  • Kur­ze und in­for­mel­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge

Vor­tei­le für die Job­cen­ter

  • deut­lich zu er­ken­nen: re­h­apro trifft auf Be­darf (z. B. sehr gro­ße Nach­fra­ge; War­te­lis­ten)
  • durch deut­lich ge­rin­ge­ren Be­treu­ungs­schlüs­sel ist die not­wen­dig in­ten­si­ve­re Ar­beit mit den Teil­neh­men­den erst mög­lich
  • In­ter­ne Reich­wei­te der Pro­jekt­ar­beit; z.B. Schu­lun­gen von JC-Mit­ar­bei­ten­den fin­den durch das re­h­apro-Pro­jekt statt (z. B. zur kol­le­gia­len Fall­be­ra­tung, zur Er­ken­nung von Krank­heits­bil­dern)
  • An­for­de­rungs­spe­zi­fi­scher Kom­pe­tenz­auf­bau der re­h­apro-Team­mit­glie­der (z. B. zur mo­ti­vie­ren­den Ge­sprächs­füh­rung) oder Me­dia­ti­on
  • Er­pro­bung von re­h­apro in Stadt und Land (das lässt er­ken­nen, wel­chen Ein­fluss re­gio­nal­räum­li­che Be­din­gun­gen auf die Pro­jekt­ar­beit und den ‑er­folg ha­ben; wo muss ggf. nach­jus­tiert wer­den)
  • Ver­bes­se­rung des JC-Image ggü. den Teil­neh­men­den
  • Ex­pe­ri­men­tier­mög­lich­kei­ten auch für JC; Ein­tau­chen in neue Er­fah­rungs­wel­ten (z. B. Prin­zip der Frei­wil­lig­keit) inkl. ho­her Feh­ler­to­le­ranz
  • Bei­spiel­haf­te Er­pro­bung zu­kunfts­träch­ti­ger Ar­beits- und Or­ga­ni­sa­ti­ons­wei­sen („Job­cen­ter der Zu­kunft“), ih­rer Rah­men­be­din­gun­gen und Er­folgs­fak­to­ren

Nach­mit­tag: World Café

The­men­tisch 1: Ak­qui­se und Zu­steue­rung von Kund*innen / Mo­ti­va­ti­on zu Ver­än­de­rung

Dar­stel­lungs­for­mat


Her­aus­for­de­run­gen

  • Stär­ken in Pro­jek­ten / Was hat sich be­währt? / Was kön­nen wir uns bei an­de­ren Pro­jek­ten "Ab­schau­en"?

TN-Zah­len soll­ten hö­her sein / Zu­steue­rung in Zu­sam­men­ar­beit mit PAP/FM/IFK
Mo­ti­va­ti­on der JC-Mitarbeiter*innen / „Ge­gen­ein­an­der“ im JC: Pro­jekt-MA sind „die Gu­ten“, PAP/FM/IFK sind „die Bö­sen“

  • Re­gel­mä­ßig als Pro­jekt­team ei­ge­ne Such­läu­fe ma­chen; wenn po­ten­ti­ell ge­eig­ne­te Per­so­nen iden­ti­fi­ziert wer­den: Kolleg*innen aus den Re­gel­teams an­spre­chen
  • Sich im­mer wie­der ins Ge­dächt­nis brin­gen bei den Regelteams/immer wie­der in die Teams ge­hen; auch be­ach­ten: hohe Per­so­nal­fluk­tua­ti­on im JC, d.h. im­mer wie­der neu über das Pro­jekt in­for­mie­ren (Aa­chen)
  • In den Re­gel­teams fes­te Ansprechpartner*innen für das Pro­jekt be­nen­nen (Aa­chen)
  • Klei­nes Info-Blatt übers Pro­jekt für PAP/FM/IFK
  • Best-Prac­ti­ce Bei­spie­le aus dem Pro­jekt in News­let­ter / In­tra­net / Pres­se­ar­beit
  • In­stru­men­te der Öf­fent­lich­keits­ar­beit, die sich di­rekt an po­ten­ti­el­le Teil­neh­men­de rich­ten
  • Tage der of­fe­nen Tür
  • Schu­lun­gen der Re­gel­teams bzgl. Ge­sund­heit­li­cher Be­ein­träch­ti­gun­gen → po­ten­ti­ell TN bes­ser iden­ti­fi­zie­ren (Bei­spiel Li­psy: 450 IFK ge­schult)
  • Auf­su­chen­de Ar­beit
  • Trä­ger, der Re­h­apro-Maß­nah­me um­setzt: in an­de­ren Maß­nah­men Re­h­apro „mit den­ken“; po­ten­ti­ell ge­eig­ne­te TN mel­den
  • „Er­fol­ge“ des Pro­jekts Re­h­apro / In­te­gra­ti­on den Re­gel­teams „zu­schrei­ben“;
  • ggf. auch (aber kon­tro­vers dis­ku­tiert): PAP/IFK blei­ben in der Fall­ver­ant­wor­tung (Or­ten­au)
  • Ge­mein­sa­me Work­shops zwi­schen PAP und Pro­jekt­team (Or­ten­au)
  • Wert­schät­zen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on der JC-Lei­tung

Mo­ti­va­ti­on der TN, v.a. pro­ble­ma­tisch: Per­so­nen, die „Maß­nah­men­hop­ping“ hin­ter sich ha­ben + Per­so­nen, die ge­sund­heit­lich sehr stark ein­ge­schränkt sind (im JC als „nicht ver­mit­tel­bar“ gel­ten­de Per­so­nen)

  • „an­de­re Form“ der An­spra­che →Per­so­nen müs­sen völ­lig neue Er­fah­rung mit dem JC ma­chen; Kom­mu­ni­ka­ti­on auf Au­gen­hö­he; Res­sour­cen­ori­en­tie­rung; mo­ti­vie­ren­de Ge­sprächs­füh­rung
  • Wich­tig: Per­so­nen nicht das Ge­fühl ge­ben, sie sei­en in ei­ner Maß­nah­me

Da­ten­schutz: Aus­tausch sen­si­bler Da­ten zwi­schen versch. Or­ga­ni­sa­tio­nen

  • Kom­mu­ni­ka­ti­on Da­ten­schutz ggü Teil­neh­men­den so nied­rig­schwel­lig wie mög­lich; wenn mög­lich ein For­mu­lar, das trans­pa­rent macht, das Be­tei­li­gung von wiss. Be­glei­tung / Pro­gram­meva­lua­ti­on + ggf. Aus­tausch von Da­ten un­ter pro­jekt­be­tei­lig­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen; De­tails sind dann je­weils spe­zi­fisch zu re­geln bzw. bei je­der ein­zel­nen Be­fra­gung; wich­tig: kei­ne „Ab­schre­ckung“ zu Be­ginn des Pro­jekts

Vor­schlag der wiss. Be­glei­tun­gen zur Wei­ter­ar­beit im Nach­gang:
The­ma Zu­steue­rung: Das The­ma Auf­nah­me­pro­zess, zu dem auch die Zu­gangs­steue­rung ge­hört, könn­te aus­ge­hend von in den Mo­dell­pro­jek­ten ent­wi­ckel­ten und ver­schrift­lich­ten Auf­nah­me­kon­zep­ten aus­ge­tauscht und dis­ku­tiert wer­den.

The­ma Mo­ti­va­ti­on der Teil­neh­men­den: Das The­ma „Mo­ti­va­ti­on“ oder bes­ser „Ein­las­sen“ oder „sich trau­en“ für be­stimm­te Teil­neh­men­de in Zu­sam­men­hang mit dem The­ma „Coa­ching­pro­zess“ auf­grei­fen.

The­men­tisch 2: Coa­ching­pro­zess

  • Als Her­aus­for­de­rung in der prak­ti­schen Pro­jekt­ar­beit er­weist sich, wenn meh­re­re Per­so­nen in un­ter­schied­li­cher Rol­le mit derselben/demselben Teil­neh­men­den ar­bei­ten, wie es ge­lin­gen kann, dass alle für die­sen und mit die­sem TN "an ei­nem Strang zie­hen".
  • Ins­be­son­de­re in der Ko­ope­ra­ti­on von JC als öf­fent­li­cher Ein­rich­tung und ex­ter­nem frei­en Trä­ger in der Ar­beit am TN er­scheint Ver­mitt­lung für ein ge­teil­tes Ver­ständ­nis von Coa­ching er­for­der­lich, da die Aus­gangs­po­si­tio­nen der Be­tei­lig­ten sehr un­ter­schied­lich sein kön­nen. Eine Lö­sungs­idee hier­zu wäre, zu­min­dest pha­sen­wei­se oder ein­gangs, die Co-Ar­beit zwi­schen Be­tei­lig­ten bei­der Ein­rich­tun­gen (im Kon­text sys­te­mi­scher Be­ra­tung auch als "Tan­dems" be­zeich­net). Im Coa­ching­pro­zess als Tan­dem wür­den die un­ter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven und Hal­tun­gen der Coa­ches er­kenn­bar und am ge­mein­sam er­leb­ten Fall be­sprech­bar und dis­kur­siv ver­han­del­bar. Er­geb­nis­se der fall­be­zo­ge­nen Dis­kur­se könn­ten in den je­wei­li­gen Teams aus­ge­tauscht wer­den.

Coa­ching braucht:

  • eine spe­zi­fi­sche Aus­bil­dung (z.B. sys­te­mi­sches Fa­mi­li­en­coa­ching), ver­bun­den mit ent­spre­chen­der Coa­ching-Hal­tung und pro­fes­sio­nel­lem „Hand­werks­zeug“
  • an­ge­mes­se­ne zeit­li­che Ka­pa­zi­tä­ten
  • eine Ver­trau­ens­be­zie­hung zwi­schen Coach und Coa­chee

Vor­schlag der wiss. Be­glei­tun­gen zur Wei­ter­ar­beit im Nach­gang:
The­ma „Coa­ching­pro­zess: Her­aus­for­de­run­gen, Voraussetzungen/Rahmenbedingungen und Er­folgs­fak­to­ren“ soll­te mit dem Blick auf ei­nen zu­künf­ti­gen Trans­fer in ei­nem nächs­ten Work­shop ei­nen der Schwer­punk­te bil­den. Das The­ma ver­bin­den mit den Er­kennt­nis­sen von The­men­tisch 3 zur Netz­werk­ar­beit auf in­di­vi­du­el­ler Ebe­ne

The­men­tisch 3: Netz­werk­ar­beit & An­bin­dung an so­zi­al­räum­li­che An­ge­bo­te

Netz­werk­ar­beit auf in­di­vi­du­el­ler Ebe­ne

  • Netz­werk­kar­te: Wer hat wel­che Kon­tak­te? Auch Kon­tak­te der Teil­neh­men­den! Re­cher­che. Un­ter­schei­dung zwi­schen in­sti­tu­tio­nel­lem und per­sön­li­chem So­zi­al­raum
  • Wie weit der So­zi­al­raum reicht ist in­di­vi­du­ell un­ter­schied­lich
  • Res­sour­cen-ori­en­tier­ter Blick auf die Mög­lich­kei­ten im So­zi­al­raum
  • Be­ob­ach­tung: es man­gelt den Teil­neh­men­den nicht an In­for­ma­tio­nen. Die Hür­de ist, die­ses Wis­sen ins „Do­ing“ zu be­kom­men und die Res­sour­cen auch zu nut­zen
  • För­der­li­che Fak­to­ren: po­si­ti­ve Be­zie­hun­gen, ein be­kann­tes Ge­sicht; nicht al­lei­ne zu ei­nem Ter­min ge­hen; Be­glei­tung / Grup­pe / Peers; Au­gen­hö­he
  • Hem­men­de Fak­to­ren: Ängs­te; frü­her auf­ste­hen müs­sen; Bus fah­ren; Fahrt­stre­cken; Fly­er; Fahrt­kos­ten
  • Be­währt hat sich die Ein­be­zie­hung von Teil­neh­men­den in die Pla­nung
  • Be­währt hat sich, Peers zur ge­gen­sei­ti­gen Un­ter­stüt­zung zu be­fä­hi­gen, mit er­wünsch­ter Ei­gen­dy­na­mik
  • Al­ler­dings: (ex­klu­si­ve) Peers Groups ver­sus (in­klu­si­ve) vor­han­de­ne An­ge­bo­te im So­zi­al­raum
  • Wie kann man in auf ein­zel­ne Teil­neh­men­de fo­kus­sier­ten Pro­jek­ten Peer Groups bil­den?
  • Fall­wei­se liegt gar kein Wunsch vor, Peers ken­nen zu ler­nen
  • Be­glei­tet ein*e Coach*in eine*n Teilnehmer*in bspw. zu ei­nem ers­ten Ter­min in ei­nem Ver­ein, wird das Stig­ma sicht­bar => Ansprechpartner*innen in den Ver­ei­nen su­chen

Fall­über­grei­fen­de Netz­werk­ar­beit

  • Wie kann Netz­werk­ar­beit von den in­di­vi­du­el­len Netz­wer­ken der Coa­ches un­ab­hän­gig ge­macht wer­den?
  • Sind die Ak­teu­re im So­zi­al­raum über­haupt in­ter­es­siert an der re­h­apro Ziel­grup­pe?
    • Falls Nein: In­for­mie­ren
    • Falls Ja: Wel­che Kom­pe­ten­zen brau­chen die­se Ak­teu­re dann? Peer Kon­zep­te für Teil­neh­men­de eben­so wie für die Ak­teu­re an­bie­ten und un­ter­stüt­zen
  • Kor­ri­do­re ver­ein­ba­ren auf Or­ga­ni­sa­ti­ons­ebe­ne
  • Lö­sun­gen all­ge­mei­ner Art im So­zi­al­raum ent­wi­ckeln
  • Ver­knüp­fung von An­ge­bo­ten / Mög­lich­kei­ten an­stel­le des Par­al­lel­be­triebs ohne Kennt­nis von­ein­an­der => Syn­er­gien nut­zen

Wei­te­res The­ma: Wann ist ein Pro­jekt er­folg­reich, wo­von hängt dies ei­gent­lich ab?

  • In­di­vi­du­el­le und Pro­jekt­ebe­ne un­ter­schei­den
  • Zu­steue­rung und de­ren Zu­gangs­kri­te­ri­en
  • Was „bleibt“ nach ei­ner Teil­nah­me?
  • Nur Ver­mitt­lungs-/Ak­ti­vie­rungs­quo­ten?
  • Pas­sung / „Che­mie“ zwi­schen Teil­neh­men­den und Coach / An­bie­ter kann ent­schei­dend sein; dies kann auch Grup­pen­dy­na­mik be­ein­flus­sen
  • Die bei An­trag­stel­lung ge­plan­te Ziel­grup­pe ist nicht iden­tisch mit der tat­säch­lich vor­ge­fun­de­nen Ziel­grup­pe im Pro­jekt­ver­lauf => Hand­lungs­er­for­der­nis­se!
  • Auf­trag de­fi­niert Er­folgs­kri­te­ri­en
  • Im­pli­ka­tio­nen von Co­ro­na auf den Pro­jekt­er­folg be­rück­sich­ti­gen

Vor­schlag der wiss. Be­glei­tun­gen zur Wei­ter­ar­beit im Nach­gang:
The­ma „Coa­ching­pro­zess (zu­sam­men mit dem The­men­tisch 2 ) wei­ter­be­ar­bei­ten
The­ma Pro­jekt­er­folg: Das The­ma soll­te als ei­ge­ner Schwer­punkt in ei­nem nächs­ten Work­shop sys­te­ma­ti­siert und mit Blick auf die Wei­ter­ent­wick­lung des Ziel­sys­tems im SGB II (s. Ko­ali­ti­ons­ver­ein­ba­rung Am­pel­re­gie­rung Ende 2021) so­wie Or­ga­ni­sa­ti­ons­vor­schlä­ge für die ge­setz­li­che Rah­mung der Job­c­en­ter­ar­beit („Bür­ger­geld“??) aus den Er­fah­run­gen der Mo­dell­vor­ha­ben auf­ge­grif­fen wer­den.

The­men­tisch 4: Über­gang in Prak­ti­ka und Ar­beit / Ver­mitt­lung (als Ziel?)

  • Mit wem wird Ver­mitt­lung als Ziel ver­ein­bart?
    • JC GF – er­hält selbst und übt „Druck von „oben“ aus → das auch durch­aus im Wi­der­spruch zu den Zie­len des je­wei­li­gen Mo­dell­vor­ha­bens Pro­jekt
    • mit den Kund*innen / Teil­neh­men­den
  • Zu­wei­len hilft es, Kund*innen in Rich­tung „Über­gang“ „zu schub­sen“ → deut­lich ge­stei­ger­tes Selbst­be­wusst­sein
  • Ziel: Ver­än­de­rungs­kom­pe­tenz bei Kund*innen ent­wi­ckeln
  • „Ar­beit“ kann viel­fäl­tig sein (Prak­ti­kum, Mi­ni­job, so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Be­schäf­ti­gung, AGH, Zu­ver­dienst, Eh­ren­amt,…)

Vor­schlag der wiss. Be­glei­tun­gen zur Wei­ter­ar­beit im Nach­gang:
Über die Trag­wei­te von auf­ge­nom­me­ner Be­schäf­ti­gung im/nach dem Mo­dell­vor­ha­ben für die ei­gent­li­che Ziel­set­zung der Mo­dell­vor­ha­ben, das Span­nungs­ver­hält­nis von selbst ge­setz­ten oder re­gio­nal der Sta­tis­tik zu ent­neh­men­den Ziel­quo­ten und den tat­säch­lich er­reich­ten Ver­än­de­run­gen auf Ebe­ne der ein­zel­nen Men­schen so­wie über nütz­li­che In­di­ka­to­ren für den tat­säch­lich er­reich­ten Pro­jekt­er­folg soll­te in ei­nem wei­te­ren Work­shop im De­tail dis­ku­tiert wer­den.

The­men­tisch 5: Zu­kunft der Job­cen­ter – Job­cen­ter 2030

Ein­stieg: Ver­or­tung der Reha-Kom­pe­tenz im Job­cen­ter

  • Dis­ku­tiert wur­de die Fra­ge, wo die Reha-Kom­pe­ten­zen im Job­cen­ter ver­or­tet sein soll­ten: in ei­nem ge­son­der­ten Reha-Team oder in den Teams der In­te­gra­ti­ons­fach­kräf­te (IFK).
  • Die Kon­stel­la­tio­nen in den Job­cen­tern sind zur­zeit sehr un­ter­schied­lich: es gibt bei­de Varian­ten mit ih­rem je­wei­li­gen Für und Wi­der
  • Aus­gangs­fra­ge ist die Ent­schei­dung, wie viel Spe­zia­li­sie­rung sich fi­nan­zie­ren lässt (Stich­wort: Per­so­nal­schlüs­sel). In ei­nem Fall­ma­nage­ment-Team be­treut eine Fall­ma­nage­ment-Kraft 60 Per­so­nen; es wur­de aber auch von der Si­tua­ti­on be­rich­tet, dass das Fall­ma­nage­ment-Team wie­der auf­ge­löst und die Fach­kräf­te wie­der in die IFK-Teams in­te­griert wur­den.
  • Wel­che der bei­den Kon­stel­la­tio­nen am er­folg­ver­spre­chends­ten ist, konn­te ab­schlie­ßend nicht be­ant­wor­tet wer­den und soll­te wei­ter dis­ku­tiert wer­den.

Ge­sund­heits­för­de­rung als in­te­gra­ler Be­stand­teil der SGB II-För­de­rung

  • Der An­teil für Ge­sund­heits­för­de­rung am Ein­glie­de­rungs­bud­get ist re­gle­men­tiert; ob grund­sätzlich oder JC-be­zo­gen wur­de nicht deut­lich; die­se Re­gle­men­tie­rung soll­te auf­ge­ho­ben wer­den.
  • Was man mit dem Ge­sund­heits­an­teil be­reits al­les macht, wel­che Er­fah­run­gen es gibt und was man ma­chen könn­te, soll­te viel be­rei­ter dis­ku­tiert wer­den (Stich­wort: Ernährungsbera­tung).
  • Da­für soll­ten auch REZ-In­for­ma­tio­nen ge­nutzt wer­den, da sel­bi­ge wis­sen, wel­che Maßnah­men und Maß­nah­me-In­hal­te be­reits ge­neh­migt wur­den.
  • Der § 16 f. „Freie För­de­rung“ böte Mög­lich­kei­ten auch ge­sund­heits­för­dern­de Maß­nah­men in die SGB II-För­de­rung zu in­te­grie­ren (Stich­wort: Ge­sund­heits­pass);

Was soll­te / könn­te ein Job­cen­ter (JC) der Zu­kunft cha­rak­te­ri­sie­ren?

  • Ein JC der Zu­kunft soll­te ge­mein­sa­men mit den Ar­beits­agen­tu­ren ge­dacht wer­den: ist es denk­bar, dass AA und JC (auch phy­sisch) „un­ter ei­nem Dach“ agie­ren (Stich­wort: ?
  • So soll­ten JC wie AA auf ge­mein­sa­me Res­sour­cen zu­rück­grei­fen kön­nen.
  • Zu über­le­gen wäre auch, ob An­ge­bo­te der bei­den In­sti­tu­tio­nen „ge­bün­delt“ wer­den könn­ten.

Rechts­kreis­über­grei­fen­de Ko­ope­ra­tio­nen

  • Ein Aus­gangs­punkt könn­ten die ge­setz­lich ver­an­ker­ten „Teil­ha­be­plan-Kon­fe­ren­zen“ sein
  • Ein Pro­blem be­steht dar­in: kei­ner macht sie – da­für gibt es zahl­rei­che Her­aus­for­de­rung:
  • Da­ten­schutz­the­ma­tik: rechts­kreis­über­grei­fens – ist ein ers­tes Tod­schlag-Ar­gu­ment
  • Auch feh­len rechts­kreis­über­grei­fend ge­mein­sa­me Be­griff­lich­kei­ten und vor al­lem ein ge­mein­sa­mes Ver­ständ­nis der Zie­le und der Ziel­ab­schich­tung
  • Zu klä­ren wäre auch, was es be­deu­tet, auf Au­gen­hö­he mit den be­tref­fen­den Per­so­nen zu agie­ren.

Vor­schlag der wiss. Be­glei­tun­gen zur Wei­ter­ar­beit im Nach­gang:
Un­ter der Über­schrift soll­ten wei­te­re Work­shops die An­for­de­run­gen aus der nütz­li­chen Pra­xis der Mo­dell­vor­ha­ben sehr früh­zei­tig auf­grei­fen, skiz­zie­ren, dis­ku­tie­ren; dazu sind nicht nur Pro­jekt­lei­tun­gen ge­fragt son­dern insb. JC-Ge­schäfts­füh­run­gen so­wie Ge­schäfts­füh­run­gen u.ä. aus Trä­ger­ver­samm­lun­gen und Bei­rä­ten der Job­cen­ter.

Ab­schluss­ple­num

Fra­ge zur Ver­ste­ti­gung ei­nes ge­sund­heits­ori­en­tier­ten (statt ei­nes be­schäf­ti­gungs­ori­en­tier­ten) Fall­ma­nage­ments

  • Wie passt be­schäf­ti­gungs­ori­en­tiert zu ge­sund­heits­ori­en­tiert?
  • 3 Ar­beits­grup­pen ein­ge­rich­tet: Was kön­nen wir ma­chen? Was wollt Ihr? Wie passt das zu­sam­men?
  • Pro JC Team gibt es 1 oder 2 Fallmanager*innen (FM). Für die­se gibt es ein­mal im Jahr ein Tref­fen, aber je­der ar­bei­tet an­ders. Dies soll und muss sich än­dern.
  • Da­her: Bil­dung ei­ner Grup­pe von FM mit ei­ge­ner Lei­tung (ca. 15 – 16 FM der­zeit)
  • Re­h­apro Räum­lich­kei­ten sol­len lang­fris­tig für FM zur Ver­fü­gung ste­hen, um das Team­ge­fühl zu stär­ken

Ideen zur Ver­ste­ti­gung der Pro­jekt­er­geb­nis­se

  • In ei­ni­gen Pro­jek­ten wird die­ses The­ma zen­tral in 2023 sein.
  • Es wird der Wunsch ge­äu­ßert, eine ge­son­der­te Ver­an­stal­tung für Füh­rungs­kräf­te / Lei­tungs­kräf­te der ent­schei­dungs­be­fug­ten Ebe­ne zu or­ga­ni­sie­ren, um den Trans­fer vor­zu­be­rei­ten, etwa durch a) jetzt schon prak­ti­ka­ble Er­kennt­nis­se und b) Er­for­der­nis­se für ge­än­der­te ge­setz­li­che und kom­mu­na­le Rah­men­be­din­gun­gen

Wie wei­ter?
Zum Ab­schluss wur­de von sehr vie­len be­grüßt, wei­te­re ähn­lich an­ge­leg­te und aus­tausch­in­ten­si­ve Ver­an­stal­tun­gen in ei­nem ähn­li­chen Rah­men zu or­ga­ni­sie­ren (dazu ge­hört auch der at­trak­ti­ve Ver­an­stal­tungs­ort in Ham­burg).

Vie­len Dank an die La­waetz-Stif­tung, die die Räum­lich­kei­ten und die Ver­sor­gung zur Ver­fü­gung ge­stellt hat!